Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1918, Síða 18
zur Welt; es enthielt XXIV + iii Seiten Text und kostete in Original-
Pappband nur 80 aurar, gleich ungefáhr 90 Pfennig. Die Einleitung (XXIV
Seiten) enthielt in alphabetisclier Reihenfolge eine Aufzáhlung der meisten
staatlichen, stádtischen und sonstigen Anstalten und Einrichtungen in Reyk-
javík, also der Ámter, Bureaus, Schulen, Biichereien, Kirchen, Banken,
Post usw., dazu der hauptsáchlichsten Gesellschaften und Vereine aller Art;
alles besonders interessant durch die vielen beigefiigten Einzelheiten, z. B.
úber Grundung und Zweckbestúnrnung, Zeit des Bestehens, Fiuanzverhált-
nisse, Mitgliederzahl usw. usw. Der folgende Abschnitt brachte das StraCen-
verzeichnis (gatnaskrá) mit Angabe der unter den einzelnen Hausnummern
wohnenden Haushaltungsvorstánde und sonstigen selbstándigen mánnlichen
wie weiblichen Persouen. Im náchsten Abschnitt folgte das alphabetische
Personenverzeichnis (nafnaskrá) und dann ein Berufsverzeichnis (atvinnu-
skrá), das jedoch nur diejenigen Personen verzeichnet, die darin aufgenom-
men zu werden ausdrúcklich wúnschten.
Das erste Reykjavíker AdreBbuch durfte als verháltnismáBig recht voll-
kommen gelten, und seine Einriclitung ist im wesentlichen unverándert die
Grundlage aller spáteren Ausgaben gebheben; nur rúckte in diesen die Ein-
leitung der ersten Ausgabe als ein besonderer Textabschnitt hinter das
Namenverzeichnis. Von den weiteren Ausgaben brachte Björn Jónsson die
von 1903, 1905 und 1909 heraus; dann folgten, von seinern júngsten Sohne
'Olafur Bjömsson zusammengestellt, die von 1912, 1913 und 1917. Irn
ganzen erschien das AdreBbuch also bisher siebenmal. t)ber die einzelnen Auf-
lagen ist kurz folgendes zu sagen:
Die Ausgabe von 1903 unterschied sich, abgesehen von der schon erwáhnten
Abánderung der Stoffolge im ganzen wenig von der ersten Ausgabe. Die
folgende Auflage 1905 erweiterte sich auf 156 Seiten Text mit rund 2000 Per-
sonennamen; ihr wurde eine kleine Kartenskizze der Stadt Reykjavík bei-
gefúgt; der Preis erhöhte sich fúr diese Auflage auf 1 króna, gleich unge-
fáhr 1,13 Mark. Im Vorwort zur náchsten Ausgabe von 1909 beklagte sich
der Herausgeber, die Nachfrage nach dem AdreBbuch sei so uugenúgend ge-
wesen, daB er mehrere Jahre keine neue Auflage habe erscheineu lassen
können. Der kleine Stadtplan fállt (ebenso auch 1912 und 1913) wieder
weg; auch die gatnaskrá fehlt. Dagegen erhöht sich die Zahl der Personen-
namen von 2000 auf 3400, die der Anstalten, Gesellschaften usw. von 120
auf 160.
Von 1912 ab gab 'Olajur Björnsson, der Nachfolger seines Vaters als
Schriftleiter der Reykjavíker Zeitung 'Isafold, das AdreBbuch heraus; merk-
wúrdigerweise bezeichnet er die Ausgabe von 1912 als vierte, 1913 als fúnfte,
1917 als sechste Auflage, wáhreud sie doch wirklich die fúnfte, sechste mid
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