Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1918, Blaðsíða 19
siébente Ausgabe waren; den Grund fiir diese abweicbende Bezeicbnung
kenne icb nicht.
In der Ausgabe von 1912 erhölite sich die Personenzahl auf annábernd
45oo. Die gatnaskrá ist wieder beigefiigt; auBerdem eine Beschreibung der
StraBen mit Angabe ihrer I,age und Bánge, der Zahl der Steinháuser, Holz-
háuser, Rasenháuser, der geschátzten Hauswerte, Steuerertráge u. dergl.
Der Text umfaBt jetzt 286 Seiten.
Die Ausgabe von 1913 enthált als Neuerung die Aufnahme aller Personen,
die arn 1. Dezember 1912 iiber 18 Jahre alt waren, gleichgiiltig ob Selbstán-
dige oder ob unselbstándige Familienmitglieder (Ehefrau, Söhne, Töchter).
Dadurcli stieg die Zahl auf rund 8500. Die gatnaskrá fehlt; dagegen enthált
ein Sonderverzeichnis die (rund 400) Telephonanschliisse.
Eine wesenthche Vervollkommnung zeigt die neueste Auflage von 1917.
Das Format ist vergröBert auf 23 : 17 cm; die gatnaskrá ist wieder voll-
stándig aufgenommen und die nafnaskrá in zwei Abteilungen zerlegt, wovon
die erste alle wahlberechtigten Mánner und Frauen aufzáhlt, wáhrend die
zweite alle iiber 18 Jahre alten mánnlichen wie weiblichen Personen enthált,
die nicht wahlberechtigt sind. Es werdeu so hn ganzen rund 9000 Ein-
Wohner namentlich aufgefiihrt. Auch das Verzeichnis der öffentliclien An-
stalten, der Vereine usw. ist erheblich erweitert und auf rund 300 gestiegen.
Dazu konnnt noch eine ausfiihrliclie Dbersicht iiber alle Unterstútzungs-
kassen, Stiftungen u. dergl. des Uaudes, die die erstaunhch hohe Zahl von
220 erreichen. Das AdreBbuch von 1917 umfaBt bei dem vergröBerten For-
mat 259 Seiten (154 Vollseiteu + 190 numerierte Spalten) Text. Ein brauch-
barer Stadtplan im MaBstab von 1 : 5000 ist beigefiigt.
Mit dem iiberaus reichhaltigen und iuteressanten Inhalt des AdreBbuchs
sollte sich jeder Fremde, der Reykjavík besuclien will, griindlich vertraut
machen; er wird auf zahlloseFrageneineausfiihrliche undzuverlássigeAntwort
finden, wie siesonstnurmiihsamausanderenWerken zu bescliaffen ist. Das
buch ist eben weit mehr als ein bloBes Adressenverzeichnis; es ist eine un-
ersetzliche Ergánzuug zu jedem Islandfiihrer. Heinrich Erhes
V. ÁLTERE ARBEITEN ÚBER DIE FÁRÖER
M. U. HAMMERSHAIMB, Færœsk Anthologi. 2 Bánde, CXVI + 467 Seiten.
Kopenhagen jSqj. g. l. Mœllcr- Med. underslœttelsc aí Carlsbergfondet. Bd. I:
Wlcst samt historisk og grammatisk indlcdning. Bd. II: Ordsamling og register ud-
arbcjdede af Jakob Jakobsen. Samlund til udgivclse af gammel nordisk litteratur,
Bd., 21,50 Kr.
Dopst Wenzel Ulrich Hammershaimb, der aus einer deutschböhmischen
Familie stammte und den gröBten Teil seines Uebens auf den Fáröern ver-
bracht hat, bemiihte sich, in dieser Arbeit die spárlicheu sprachlichen uud lite-
rarischeu Reste, Volksweisen und Sagen derFáröer vor Vergessenlieit zu retten.
4*
51