Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1918, Blaðsíða 21

Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1918, Blaðsíða 21
JAKOB JAKOBSEN, Færœske Folkesagn og Æ)ventyr. Koponhagcn 1898 bisxgoi. XLVII + 648 Seitcn. Samfund til udgivelse af gammel nordisk literatur, 27 Bd., 16 Kr. Die meisten dieser Sagen, die sicli bis auf eine Ausnalime noch nicht in der Færcesk Antkologi finden, wurden vom Verfasser auf Bereisungen der Inseln 111 den Jahren 1892—93 und 1898 gesammelt. Die Sagen sind topographisch angeordnet und zwar so, daB mit der Insel Suderö begonuen wird und auch da wieder im Siiden beim Orte Sumbö. Von dort aus werden die fárisclien Folkssagen bis zu den nördlichsten Inseln behandelt. Die áltesten stammeu von Suderö und Sandö. Innerhalb der topographischen Anordnung sind die Sagen wieder nach Cliarakter und Art so eingeteilt, daB zuerst die geschicht- lichen, dann die Huldensagen kommen oder sie werden dem Alter nach mitge- teilt. Ein'e groBe Rolle spielen in den fárischen Sagen das Geschlecht des Regin 1 Hörg im Ilofe í Eaðangarði in Sumbö auf Suderö und das Geschlecht desMag- uusHeinesen und seineNackkommen. Die meisten Sagen stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die áltesten ausdein 14. und 15. Jakrliundert. Interes- Sant sind die Sagen, die sich an den Bischof Erlend kniipfen, der zu Ende <iesi3. Jahrhunderts den Bau der nicht vollendeten Domkirche zu Kirkebö beganu. Die Aíventyr wurden ebenfalls auf den genannten Reisen gesammelt. Hinige wenige davou hat schon Hammershaimb frúlier veröffentlicht. Zu- erst werden erzáhlt die Riesen-Æventyr, d. h. solche, in denen Riesen die Hauptpersonen sind, dann die Oskudólg-TEventyr, solche, in denen Tauge- uichtse und Faulpelze, die iu der Asche sitzen, die Hauptrolle spielen, dann Hie Kalsdóttir-Æventyr, d. li.Æventyr von Schelmen und Narren, zum SchluB die von Prinzessinnen-Befreiungen, Verzauberungen und Verwandlungen und <iie Tierfabeln. Zu den áltesten gehören die Riesen-Æventyr. VieleÆventyr und Eieder der Fáröer handeln von Riesen uud Trollen, Zwergen, Elfen und Hulden. Besonders letztere spielen eine groBe Rolle. Ein groBer Teil der -Eventyr ist sicher aus Dánemark und Norwegen eingewandert. Den SchluB des ersten Teiles des Werkes bildet ein kurzer Abschnitt iiber Sprache und Rechtschreibung. Jakobsen verwendet die vom Færingafelag in Thorshavn 1Rr Jahre 1895 festgesetzte Rechtschreibung. Diese ist in der Hauptsache die áltere normalisierende, zeigt aber gegen friiher einzelne Anderungen, wo- 'lurch sich die Sclirift mehr der Aussprache náhert. Es folgt in Bautschrift des Súdströmödialekts ein ausfúhrliches Wörter- verzeichnis, das alle Wörter der Sagen und Æventyr enthált, die in der Færœske Anthologi noch nicht vorkommen. Ferner fiilirt eine Namensliste alle Figennamen auf, die in derFærœskAuthologi noch nicht erwáhnt werden. Den SchluB bilden Anmerkungen zu den Sagen und Ergánzungen zu denÆventyr. 53

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