Mitteilungen der Islandfreunde - 01.07.1924, Blaðsíða 27

Mitteilungen der Islandfreunde - 01.07.1924, Blaðsíða 27
aUsschlie£Slich um Fragen handelt, die nur den Pferdehalter und Reiter interessieren. Es mag geniigen, daB ich die wichtigsten Kapitel kurz erwáhne. Da spricht Schrader zunáchst vom Huf und seiner Behandlung einschlieBlich des Hufbeschlags, ferner iiber den Stall, dann iiber die zweckmáBigste und dabei relativ Wlligste Ernáhrung des Pferdes, iiber seine Kðrperpflege und Heilbehandlung, soweit eine solche durch den Laien möglich ist. Weiterhin láBt er sich eingehend aus iiber '^c Záumung, iiber Sattel und das Satteln und geht dann iiber zur Erteilung eines regelrechten Reitunterrichts, wie es kiirzer und leichter faBlich in einem Buche kaum Segeben werden kann. Den SchluB bilden einige lose aneinandergereihte Kapitel iiber Pferdezucht, Tierschutzvereine, Kekorde von Kenn- und Springpferden im Aus- Hnd, ein wirtschaftlich-gescháftlicher Anhang und schlieBlich ein Bericht iiber die Entstehung und erste Entwicklung des oben erwáhnten „Pferde-Gasthauses" „Caro- Hne Rest". Diese Einrichtung ward am 16. Dezember 1913 in Akureyri eröffnet. Der Anfang 'vurde mit einem kleinen Pferdestall, der spáter zum Hinterhaus wurde, gemacht, in "'elchem 30 Pferde am Tage und 18 in der Nacht untergebracht werden konnten. Ein Jahr spáter fanden infolge der Ausfiihrung eines Erweiterungsbaues bereits 130 Pferde auf einmal Platz. Die Frequenz im ersten Jahre war etwa 10 000 Pferde, die im kleinen Stall ein- und ausgingen und iibernachteten. AuBerdem fanden in dem oberen Stock- 'verk die jeweiligen Pferdebesitzer Wohn- und Speisegelegenheit. Das Unternehmen erzielte bereits im ersten Jahre einen betráchtlichen pekuniaren ÚberschuO. Was in- z'vischen aus „Caroline Rest" geworden ist, entzieht sich leider meiner Iíenntnis. Sovicl iiber dcn Inhalt des Schraderschen Buches! Niemand wird es aus der Hand egen, ohne bei der Lektiire allenthalben den Eindruck gewonnen zu haben, daB den erfasser einerseits ein tiefes Mitgefuhl mit den Bewohnern Islands und ihren Pferden eseelt, und daB ihmandererscits alles darangelegenist, ihnen nachMögliclikeit zu lielfen, 'vobej er es nieiit etwa bei theoretischen Erörterungen bewenden láBt, sondern mit dem nck und der Erfahrung des Praktikers aufs genaueste die Wege zeigt, auf denen von seinem Standpunkt aus einzig ein Fortschritt des islándischen Volkes auf dem Ge- lete des Pferdewesens als eines selir wichtigen Bestandteils ihrer Wirtschaft mög- ‘lch ist. Fast ein Jahrzehnt ist inzwischen verflossen, seit Schrader dieses sein Buch heraus- Kab. Inwiefern seine Arbeit Friichte trug, das zu beobachten, war ihm nur kurze Zeit Vergönnt. Denn bald darauf raffte ihn das Geschick liinweg: auf der Úberfahrt von sland nach Norwegen sturzte er uber Bord und ertrank. — Ehre seiner Tier- und Henschenfreundlichkeit! — Was uns nun interessiert, ist zu erfahren, inwieweit Schraders Ansichten mit denen ■'nderer Beobacliter ubereinstimmen, und wie sich die diesbeziiglichen Verhaltnisse auf Island in der Zwischenzeit entwickelt haben. Besonders zu begriiBen wáre da “'einer Meinung nach das objektive Urteil eines Islánders. Dr. med. Richard Greiner XI. WIE ES SOMMER WIRD N(Erster Abschnitt einer Erzáhlung von Jóhann Jónsson) un konnten die Sternblumen aufspringen — alle — in einer Nacht. Mit dieser Nacht kam dann der Sommer. Immer gerade mit dieser Nacht. ^Voraus gingen lange Tage voll wunderbarer Ruhe, voll feierlicher Schweigsamkeit. a wars, als ob das Rauschen des Wasserfalles tief drinnen aus dem Berg erklánge. “d das Meer riihrte sich nicht, als láge es in tiefem Schlaf. Auch die Luft war so eigen ' 1 le und niemals blau, — erfiillt von einem weiBen Dunst, von dem eine Helligkeit arisging wie von neugefallenem Sclinee . . . Hórt an der Spitze der Landzunge, die dem Blicke sich darbot, stand die Kirche d spiegelte sich in der unbewegten Bucht. Ich ging hin und her und hiitete mich, 27

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