Mitteilungen der Islandfreunde - 01.07.1922, Side 38

Mitteilungen der Islandfreunde - 01.07.1922, Side 38
beschránken, und auch diese sind unter den gegebenen Umstánden nicht aufrecht zu erhalten. In selbstloser Hingabe haben die beiter des Unternehmens viel Zeit und Miihe und nicht unbedeutende Kosten der Sache gewidmet, und wir durfen wohl ohne Uberhebung sagen, daB unsere blauen Hefte in den Kreisen, fúr die sie bestimmt sind, Anerkennung gefunden haben. So dienten sie zweifellos dem Zweck, zu dem sie erschienen sind. Aber jetzt ist das Fortbestehen emstlich in Frage gestellt. Wie schon so viele Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland können sie aus eigener Kraft nicht mehr weiter erscheinen. Unsere Einnahmen wúrden uns höchstens noch ein kleines Heftchen von kaum einem Druckbogen im Jahre gestatten, und das trotz der nicht zu verachtenden aufierordentlichen Unterstiilzungen, die uns von allen Seiten zuteil geworden sind. So dankbar wir dafiir sind, sie reichen nicht mehr aus. Unter diesen Umstánden bleibt nur ein Ausweg, námlich der, daB unsere Freunde im valutastarken Ausland uns eine ausreichende Einnahme garan- tieren. Eiegt diesen etwas daran, daB wir weiterbestehen können, wollen sie die Arbeit, die in den Heften steckt, anerkennen, dann bitten wir sie dringend, unsere Vereinigung zu erhalten. Dazu wird eigens bemerkt, dafi alle Arbeit, die von dem Herausgeber und seinen Helfern geleistet wird, stets freiwillige Leistung ist und dafi auch nie fúr einen Artikel etwas bezahlt wird. Wie die Finanzverháltnisse stehen, lehrt im einzelnen die Abrechnung in diesem Hefte. Was wir brauchen, ergibt sich daraus ebenfalls. Wir brauchen, um die zwei jáhrlichen Hefte erhalten zu können, eine Summe, die gegenwártig etwa 12000 Mk. betrágt, als sicheren, jáhrlichen Zu- schufi. Was sind 12 000 Mk. ? Sagen'wir 200 dánische Kronen oder etwa 50 Dollar. Wáre es nicht möglich, diese Summe aufzubringen ? Oder so viel, daB vier Hefte erscheinen können? Ich bitte also einen Freund unserer Arbeit in Island, in Dánemark, in Amerika, jeder fúr sein Eand, die Sache in die Haud zu nehmen und eine Eifete aufzustellen, in die bereitwillige Helfer sich eintragen, die sich ver- pflichten, jáhrlich einen besonderen Beitrag zu bezahlen. Wenn z. B. jedes Mitglied auf Island sich zu jáhrlich 10 Kr. verpflichtete, dann hátten wir schon einen sehr betráchtlichen Teil. Áhnlich in den anderen Eándern. AuBerdem wáre eine recht energische Werbetátigkeit fúr uns wúnschens- wert; je gröBer die Mitgliederzahl, desto niedriger könnte der Auslánder- beitrag bemessen werden. Anmeldungsstellen bitten wir zu úbernelimen und Sammellisten neuer Mitglieder nach Jena einzusenden. Es sind wirklich keine úbermáBigen Ausgaben, die da erbeten werden. Und je mehr wir bekommen, urn so mehr wollen wir dafúr leisten. W. H. 32

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