Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1924, Side 27

Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1924, Side 27
Scipio A/ricanus des Plutarch (Saga Scipions hins Afrikanska eðr mikla, eptir Plutar- chus). Nun ist Plutarchs Original dieser Lebensbeschreibung Scipios nicht erhalten und es fragt sich, woher J ón Espólíns Úbersetzung stammt. Wahrscheinlich entnahm er sie tlner der áltesten Ausgaben einer lateinischen (oder nach der lateinischen verfaBten fran- ^sischen) angeblichen Obersetzung, als deren erster Herausgeber oder genauer gesagt -rfinder Donat Acciajuoli gilt, der 1428—1478 lebte. Seine lateinische Plutarch-Ober- setzung einschlieBlich der aus unbekannten Quellen geschöpften, mutmaBlich von ihm rer zusammengestellten vita des Scipio Africanus findet sich in einer i. J. 1496 zu enedig gedruokten Inkunabel, die aucli in der Kölner Univcrsitáts- und Stadtbibliothek vOE II GiG d; Scipio s. Blatt 79) vorhanden ist. 2' Páll Eggert 'Olason gab 1908 in Reykjavík- dic islandische Ubersetzung eines an- Seblichen Romans von Hermann Sudermann: Vinur frúarinnar (Der Freund der Frau) reraus. Hauptpersonen diesos Romans sind ein Regierungsassessor Adolf Weisse, seine “faut Helene, sein Freund Dr. Raff, sein Vorgesetzter Lothar von Neuenahr und dessen ’rau Agnes. Als Gúnstling und Herzensfreund von Frau Agnes galt Assessor Weisse; ln tVirkliclrkeit aber war es Dr. Raff, der auch schlieBlich, als von Ncuenahr im Duell ge- ailen war, die Witwe ehelichte. Da ein solclier Roman von Hermann Sudermann als “eeh nicht bekannt ist und der Obersetzer auf Anírage mitteilte, er könne sich des ^eutschen Originaltitels nicht entsinnen — vielleicht sei ein anderer als der bekannte 'termann Sudermann Verfasser des Romans —, so wandte sich der Unterzeichnete Uumittelbar an den Dichter Herrn H. S. Dicser erteilte in liebenswúrdigster Weiss ragende Auskunft, die auch weitere Kreise interessieren wird: Es handelt sich um den e°man ,,Der Gúnstling der Prásidentin", den ich in den achtziger Jahren irn Schorer- Schen Familienblatt erscheinen lieB, dessen Buchausgabe ich aber niemals gestattet abe, wcil er mir literarisch nicht vollwertig erschien. Ich schrieb ihn um des taglichen rotes willen, und zwar ganz auf Spannung hin, nachdem man mir meine „Frau Sorge" zUrúckgewiesen hatte. Dasumfangreichste wissenschaftliche Reisewerk, das bisher úber Island vorliegt, wurde !®38.—1852 in Paris von Paul Gaimard herausgegeben: Voyage en Islande et au Groenland Cxécutépendantlesannées 1835 et i83ósurlacorvettelaRecherche. EsumfaBtinislivrai- sons 8 groBformatigeTextbánde undgemaB Katalog der Fiske- Sammlung 3 Bande Atlanten. (ervon erschien ein Band im Format der Textbándc: Géologie et minéralogie, Paris 1838, lnit36 Tafeln; ferner erwáhnt der Fiske- Katalog 2 groBe Foliobánde unter dem Titel: Atlas lstorique, t. 1—2, Paris 1842, mit 151 Tafeln. AuBer diesen im Fiske-Katalog erwahnten 3 Atlanten besitzt die Kölner Sammlung aber noch einen vierten Atlas zu diesem Riesen- ^erke, u. d. T. Atlas zoologique, médical et gíographiquc, mit 90 Tafeln. Von diesen 90 afeln liegen 39 in doppelter Ausfúhrung vor, je in einem Schwarzdruclc und in einem Ptachtvollen Farbendruck. 7 Tafeln (nur in Schwarzdruck) stellen islandischo Pcrsonen ar (darunter auch Thorvaldscn), 31 Tafeln in doppelter Ausfúhrung islándische Sáuge- ^ere, Fische und Mollusken (auffallcnderweise keine Vögel), 8 Tafeln gleichfalls in °Ppelter Ausfúhrung Leprakranke, und 4 Tafeln Pláne von Reykjavík 1836, Skálholt 'a4, Skálholt 1836 und vom Geysirgebiet 1836. Ein genaues Verzeichnis der Tafeln ses Atlas enthalt Bd. 7 (livraisons 12—13) des Textwerkes: Zoologie et médecine, par Spne Robert, Paris 1851. Im Atlas historique soll die Zahl der Taícln úbrigens nicht, . . lm Fiske-Katalog angegeben, 151 sondern 152 betragen. Das Kölner Exemplar ent- ja zwar auch nur 151 Tafeln, aber 1 Tafel ist als fclilend vermcrkt (Nr. 138: Arrivée de eervette la Recherche au Groenland en 1836). Abgesehen von dieser einen Tafel er- “1 r>1,nt ^aS h^e,*ner P-xcrnplar ganz vollstándig. -p., le Islánder bezeichnen manche ihrer Búcher gern mit Namen, die vom wirklichen óes^1 ahweichen> lhn verkúrzen oder zusammenziehen oder den Veríasser oder den Inhalt Paehes oder irgendwelche Besonderheit mit einem knappen Ausdruck andeuten. ^rese sozusagen volkstúmlichen Bezeichnungen dem, der damit nicht vertraut ist, m Nachsuchen oft recht erhebliclie Schwierigkeiten bereiten, so mag folgende alpha-

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