Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1924, Side 29
dann
Porrn
von der Geschichte der Sigurdsagc bis zu der in der Völsungasaga vorliegenden
und behandelt dann die moderne Dichtung, die auf dieser Sage beruht, vorziiglich
W I OCIUUIUCIV. UUUU UIU UlVJUUi UU X/XVUVUUg, UIU UUX UlVOVt VJUJjU UVl uut, VUlX/UgUVXl
agner und Ibsen (Nordische Heerfahrt). In der Obersetzung selbst, die treu, aber
■ ^eutsctle lesbar gehalten ist, finden sich reichlich Erklárungen und Verweise auf
. oliche Erscheinungen. Uberall zeigt sich unaufdringlich die groBe Belesenheit und viel-
Seitige Kenntnis des Verfassers.
An die Völsungensage schlieBt sich an die Geschichte von „Ragnar Loðbrók und seinen
hnen“ und der kleine Nornagestþáttr (Die Erzahlung von Nornagest).
Die Dbersetzungen der Liederstrophen zeigen ebenfalls den geubten Meistcr und ver-
'onen besonders hervorgehoben zu werden; in der Erklárung der skaldischen Umschrei-
ungen (Kenningar) scheint er mir manchmal etwas zu weit zu gehen. Zum SchluB
noet sich in dem Bande die Geschichte von Hrólf Kraki, die P. H. schon vorher mit
huifangreichen gelehrten Anmerkungen in Ubersetzung herausgegeben hatte; er hat die
Ube
leser
:rsetzung sorgfáltig durchgesehen und die Anmerkungen den Bedurfnissen der Thule-
W. H.
Grundpr.
angepafit.
2' GUSTAV WENZ, Die germnnische Welt. Leipzig 1923, Quelle & Meyer.
5,501 geb
^oserMitglied Studi^nratDr. Wenz inLiegnitz, der dieSainmlungTliule durch eine Uber-
Setzung der Frithjofssaga erganzt hat (Mitt. X, 53 u. XI, 23), gibt soeben eine zusammen-
ssende Schrift iiber „Die germanische Welt" heraus. Was gemeint ist, sagt der Unter-
el: „Einfuhrung in die germanische Altertumskunde und Geisteswelt." Dieses Buch
^uB hier ganz besonders angezeigt werden, weil wir eine das ganze gcrmanische Gebiet
Uuxfassende, kurz gehaltene, darstellende Altertumskunde sonst nicht besitzen und hier
aUch Island betreffend unendlich viel Wichtiges zu finden ist. Was den Verf. vor
.ui auszeichnet, ist das Streben nach unbedingter Klarheit derVorstellungen und Be-
^iiffe; daher fállt schon beim ersten Blick die musterhafte Anordnung des Stoffs auf.
uf eine ubersichtliche und aufklárende Quellenkunde folgen die zwei Hauptteile mit
Gberschriften: „Die Welt der Erscheinung" und „Die Welt des Geistes". Die ganze
fistellung ist in kurze Paragraphen eingeteilt, was áuBerlich die Form des Lehrbuchs
a'it sich bringt, doch hat unter diesem Bestreben, iibersichtlich zu sein und in jedem
Schnitt einen klar umrissenen Inhalt zu geben, die Lesbarkeit nicht gelitten. Wenn
uian bedenkt, ein wie umfassender Stoff hier auf 237 Oktavseiten behandelt ist, dann
^UuB man staunen, wie es gelungen ist, trotz der Notwendigkeit, sich gelegentlich auf
udeutungen zu beschránken, vor allem und iiberall anregend Bericht zu geben. Ich
aube nicht, daB man etwas in dem Buch vergeblicb sucht, was man nach seinem
eck und Umfang darin erwarten darí.
Was die Bearbeitung selbst angeht, so sieht man, daB der Verf. uberall auf dem Lau-
nden ist; er nimmt auch stets einen festen Standpunkt ein, ohne etwa zu verhullen,
j a es gar 0ft verschiedene Meinungen und ungelöste Fragen gibt. Auch das beigegebene
v ,eraturverzcichnis beschránkt sich nicht auf Schriften, wo die gleiche Meinung vor-
raSen ist, sondern will zu weiterem Eindringen Möglichkeit geben. Auf Einzelheiten
2ngehen, ist hier nicht derOrt. Bemerkt sei noch, dafi dem Buche 24 Bildtaíeln und
** ^bfúldungen jm Xext beigegeben sind. Ein Schlagwortverzeichnis schlieBt den Band.
“ln kann dieses Buch zu einer ersten Orientierung auf allen einschlágigen Gebieten
Pfohlen; man wird uberall eine befriedigende Aufklárung finden, die das Verstándnis
p “erer Einzelwcrke erleichtert. So kann es den Zweck des Verf. erfullen, allen
I?rClJn^en ife3 germanischen Altertums, den Lehrern und den höheren Lehranstalten eine
t Urlrung in die germanische Altertumskunde zu sein. W. H.
Djs0£)WN, 19. Jabrgang. 1923.
erste Heft ist so gut wie ganz Hannes Hafstein gewidmet, enthált aber u. a. auch das
j-^Jdbild Egill Skallagrímsson von Gustaf Wigeland; das zweite bringt Bilder und Auf-
„ llrc^ hesonderes Entgegenkommen des Verf. können die Mitglieder unserer Vereini-
S das Buch durch mich zu 4 G.-M. beziehen.
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