Mitteilungen der Islandfreunde - 01.01.1929, Blaðsíða 7
"Pertinenz des Grundeigentums' ‘ wáre, wurde dort zwischen dem vireki
Und hvalreki unterschieden. Uber Treibholz scheint es nur selten zwischen
denen zuStreitigkeitengekommen zu sein, die strandberechtigt zu sein glaub-
ten, um so háufiger iiber das Recht auf den Wal. Die Geschichte von dem
starken Grettir, dem Geáchteten, die neben der Geschichte von den Schwur-
briidern, am besten den Schauplatz der Dranga- und Nordkaphalbinsel
kennt, erzáhlt packend, wie es zum ersten Male auf den Almenningar hinir
eystri wegen des hvalreki zu einem Streite kam (K. 25, 2—7); auf den Horn-
strandir gewann Þorgils Wale und andem Fang. Grettirs Bmder Atli pflegte
v°n Bjarg seine Knechte nordwárts bei Horn auf Fischfang zu schicken
(K. 45, 11). 'Ospakr, vonSnorri Gode vertrieben, und Hrafn rauben mit 5
Schiffen auf den Hornstrandir vom Sommer bis zum Winter, sie hatten ihren
Öaushalt nördlich vom Þaralátursfjörður; der Hof war ordentlich wie eine
t'estung eingerichtet. Sie wurden aber bald von den umwohnenden Bauern
Unter Fiihrung des 'OláfrEyvindarson vonDrangar, der friiher im Eyindar-
^jörður gewohnt hatte, gezwungen, ihren Hof zu verlassen (Eyrbyggjasaga
59, K. 60). Björn, nach dem der Bjarnarfjörður benannt ist, war der
beste Bauer auf den gesamten Strandir (Eaxdœlasaga K. 9, 2. 4). Seine
^°chter Jómnn heiratete Höskuldr. Deren Sohn war Þorleikr: er war groB,
stark und stattlich, aber ungesellig und barsch; dieLeute glaubten Anzeichen
111 seinem Wesen zu bemerken, daB er nicht gerade ein Mann der Billigkeit
'Verden wiirde. Höskuldr sagte immer, er wiirde ganz dem Geschlechte der
^eute von Strandir nacharten, dem seine Mutter entstammte (K. 9, 17/18).
öieNatur hatalso dieBewohner derHornkuste, dieHomstrendingar, túch-
%> hart und barsch gemacht; man denke auch an Erich den Roten, denEnt-
decker Grönlands und seinen Sohn Eeif, der nach der nordamerikanischen
■^úste verschlagen wurde. Wie nur die Tapfersten hier Eand nahmen, so
^ieben hier auch Raufbolde wie die Schwurtrúder Þorgeirr und Þormóðr
'úr Unwesen. Sie richteten sich nordwárts nach den Strandir, um auf Fang
Zu gehen (Fóstbrœðrasaga K. 3, S. 15). Þormóðr sagte: ,,Wir wollen nord-
"’úrts nach den Strandir gehen und sehen, ob sich dort ein Fang bietet." Dar-
au^ antwortete Sigrfljóð: „Seltsame Mánner seid ihr, geht nach den Strandir
at kvölumV‘ (K. 4, S. 17). Von den Jökulfirðir fuhren die Schwurbrúder im
^rhhling nordwárts nach den Strandir und blieben dort den Sommer. Sie
úatten Glúck mit Beute und Fang und bekamen von allen Leuten, was sie
Verlangten, denn alle fúrchteten sie wie das Vieh den Eöwen, der in ihre
íterde einbricht. Im Herbste fuhren sie súdwárts von den Strandir nach dem
Isafjörður und verabredeten fúr das náchste Frúhjahr abermalr zum Fang
j*ach den Strandir zu fahren (K. 5, S. 22/23). Sie trafen sich auch im Frúh-
lng im 'Isafjörður und reisten nordwárts nach den Strandir. Auch þorgils,
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