Mitteilungen der Islandfreunde - 01.01.1929, Síða 10
Speere und was sie sonst zu Hánden hatten; aber als der Kampf eine kurze
Weile gedauert hatte, verloren die Strandleute und ergaben sich. 'Asbjöm
mit seinen Leuten nahm das Schiff Trékyllis, noch ein anderes gutes Schiff
und alles, dessen sie bedurften. Von hier segelte 'Asbjörn nördlich nach
Drangar; da wohnte Gunnlangr Þorvaldsson, ein Handwerker, und auch
seine beiden erwachsenen Söhne. Diese liefi 'Asbjörn ergreifen und jedem
von ihnen eine Hand abhauen, indem er sagte, sie sollten nicht mit Neuig-
keiten zu Kolbeinn laufen. 'Asbjörn zog weiter mit seinem Gefolge nach
Horn, dort lieB er einen unverheiratetenMann, Þóroddr, tödlich verwunden,
und dazu war kein anderer Grund, als daB er seine Waffen nicht dem 'As-
björniiberlassenwollte. Hier nahm er alle gröBeren Schiffe und segelte dann
westwárts nach dem 'Isafjörður. — Atli Hjálmsson war nordwárts nach den
Strandir gefahren, nach einem Wal, der Þórdís Snorradóttir gehörte, die da-
mals auf Æðey wohnte (II, S. 29). In der groBen Seeschlacht (dem Flóa-
bardagi, am 25. Juni 1244), in der Þórðr kakali, Sighvats Sohn und Sturlas
Bruder, von dem máchtigen Kolbeinn ungi geschlagen wurde, spielt auch
Horn eine Rolle. Kolbeinn segelte iiber das offene Meer westwárts iiber die
Bucht und wollte nicht eher an Band gehen als westlich von Horn. Þórðr
segelte von der Trékyllisvík ostwárts uber die Bucht. Es kam zum Zusam-
menstoB náher bei Skagi als bei Horn. Dicht bei Skagi lag das Schiff des
Sökku-Guðmundr, dicht bei Horn das des 'Asbjörn Illugason. Gegen letz-
teres stellte Þórdr ein Schiff auf, dicht bei Horn (II, S. 65, 66). Nach der
Schlacht floh Þórdr, von Kolbeinn verfolgt, nach A’rnes und lieB alle Pferde
nehmen, die man in der Trékyllisvík fand, damit die Verwundeten auf ihnen
die Flucht fortsetzen konnten. Die Schiffe wurden entladen, und oberhalb
von 'Ames stieg man in das Tal úbers Gebirge, wo man vor tíbermúdung
haltmachen muBte. Dann zog Þórðr úbers Gebirge nach dem Ingólfsfjörður
und von da nach dem'Ofeigsfjörður. Die Leute waren von den Anstrengungen,
Blutverlust und Mangel an Schlaf so múde, daB sie nicht weiter konnten.
Ein Teil zog dann spáter úber die Berge nach dem 'Isafjörður, ein anderer
úbers Hochgebirge gleich nach der Barðaströnd, und jeder kam einzeln in
die Fjorde hinab, wo er zu Hause war. Þórðr selbst fuhr auf kleinen Booten
nach Engjanes und weiter nach Drangar tmd Fumfjörður und schlieBlich
nach Holt im önundarfjörður. Der siegreiche Kolbeinn stieg in 'Arnes an
Land, nahm alle Fahrzeuge in Beschlag, fúhrte einige mit sich, andere ver-
brannte er. Auf diesem Zuge geschah etwas, das sich nie zuvor auf Island
begeben hatte: er nahm die zu menschlicher Nabmng bestimmten Rúmpfc
gefangener oder an Land getriebener Wale, die er an der Kúste fand, an
sich, andere verbrannte er und sagte, Þórðr solle sich und seine Leute nicht
an ihnen sáttigen, um gegen ihn Krieg zu fúhren — also ganz das moderne
50