Mitteilungen der Islandfreunde - 01.01.1929, Qupperneq 11
Aushungerungssystem! Kolbeinn pliinderte die ganzen Strandir, segelte
aach den Vestfirðir und landete auf Æðey (II, S. 76).
Ide Hornstrandir werden nur viermal in der Sturlungasaga erwáhnt. Im
Jahre 1180 wollte der Priester Ingimundr von Gásar am Eyjafjörður nach
^er Melrakkasljetta segeln, bekam Gegenwind und wurde westwárts nach
^eu Hornstrandir verschlagen. Eine Sturzsee verschlang die Eadung, eine
andere, schwarz wie die Nacht, riB alles Gerát fort; durch die Brandung
frieben sie nach Skjaldabarnavík auf der Homkiiste; sie wollten weiter nord-
^úrts nach dem Þaralátursfjörður, wo ein guter Hafen war, erlitten aber
^ehiffbruch, die Biicher des Priesters jedoch kamen unversehrt in ihrer
^•iste bei Drangar an Land (I, S. 135, 138). 1243 meldete Eyjólfr Eyjólfsson
rleru Þórðr, daB er Kolbeinns Schiffe an den Hornstrandir gesichtet habe
S. 31). Unter den an der Seeschlacht beteiligten Schiffen wird eins ge-
^nnt, das man auf den Hornstrandir erbeutet hatte. Mit 15 Schiffen fuhr
^órðr nordwárts iiber das'Isafjarðardjúp und weiter nördlich nach den Horn-
strandir. Aber er bekam an den Homstrandir Gegenwind, kein bewohntes
J<and war in der Náhe, so daB man Mangel an Lebensmitteln litt. Dann
Segelte er die Strandir entlang unter groBer Beschwerde, bis er nach der
J'rékyllisvík kam, hier wurde alles Vieh der Bewohner niedergemacht (II,
S. 62).
Öer Name Strandir begegnet in der Sturlungasaga am meisten, im ganzen
*9 nral; drei Stellen (I, S. 29 [2 mal], II, S. 76) sind bereits erwáhnt, andere
Slnd einfache Nennungen ohne jeden AufschluB (I, S. 17, 138, 139, 141),
^eiben 12 auBer I, S. 451, zur Besprechung. Márr Bergþórsson, ein iibel be-
rnehtigter Mann von schlechtem Charakter, kaufte sich ein Fahrzeug und
z°g nordwárts nach den Strandir. 'OláfrHildisson von Breiðabólstaðir im
^esturhóp zog ebenfalls, auf den Rat eines Freundes, nach den Strandir,
11111 sich dort Mittel zu sammeln, ,,das pflegte mancher zu tun,“ und zwar
llUch 'Avík zu Hneitir. Hneitir sagte zu Márr, er sáhe seinen Aufenthalt bei
nicht gerne lánger; Márr aber erwiderte, er kummere sich nicht damm,
die Kleinbauem auf den Strandir úber seinen Aufenthalt sagten (I,
10, 11). Þorgils Oddason hatte 1118 eine Reise nordwárts nach ílen
'^tíandir vorzunehmen, wie er oft zu tun pflegte (I, S. 15). Der Priester
^ðniundr wurde 1185 allgemein seines Glaubens wegen bewundert; be-
S°nders hatte er sich wáhrend des Winters verándert, da er auf Strandir
denn er hatte Tag und Nacht keine Ruhe (I, S. 148). Im Winter 1211
ein Wal an Land nordwárts auf Strandir auf ein Gmndstúck, das Rafn
esaB; aber der Mann, der den Wal fand, benachrichtigte Þorvaldr von der
randung des Wals. Þorvaldr unterschlug den Fund und verbrannte ihn,
VVllrde aber deswegen mit 9 Kumpanen geáchtet (I, S. 307). 1238 schickte
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