Mitteilungen der Islandfreunde - 01.01.1929, Side 12

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Sturla Boten zu 'Asgrímr, er solle Leute vom Steingrímsfjörður und von defl Strandir sammeln, alle Mannschaft, die Sturla aufgeboten hatte, sammelte sich auf den Strandir (I, S. 512). 1243 schickte 'Asbjörn nach dem Steifl' grímsfjörður und gebot, alle gröCeren Fahrzeuge in diesem Fjorde und afl den Strandir zu nehmen und sie nach dem Dýrafjörður zu bringen (II, S. 28 bis 29). Als Brandr 1244 nach dem Miðfjörður kam, erhielt er sichere Nach- richt, daB Þórðr nach den Strandir gekommen wáre (II, S. 64). Nach deifl Siege in der Seeschlacht 1244 pliinderte Kolbeinn alle Strandir und fuhr vofl da nach den Vestfirðir (II, S. 80). — Fiir die spátere Zeit fehlen, wenigstens mir, die Hilfsmittel. Nach Eggert (§ 634, 636) hörte im 14. Jahrhundert die Fischerei bei Horn und den umliegenden Kustenstrichen auf, im 15. Jahr- hundert kamen die ersten fremden Fischer ausEuropa, dieHollánder nach den Jökulfirðir noch zu Eggerts Zeiten (§ 694). Als nach dem entsetzlichefl Ausbruch in der Kraterreihe des Laki 1783 eine furchtbare Hungersnot auf Island wútete, soll es auf den Hornstrandir nur vier bewohnte Höfe gegebefl haben. II Auf dem Nordkap Als ich im September 1913 bei ögmundur Sigurðsson, meinem auf drei groBen Durchquerungen Islands erprobten Fúhrer, anfragte, ob er mich im náchsten Sommer nach den Hornstrandir begleiten wollte, machte er seine Fúhrerschaft davon abhángig, daB ich darauf verzichtete, das Nordkap zu Pferde zu erreichen: bei einer so langen Reise könnten die Gáule unmöglicb die halsbrecherische Strecke von Staður í Grunnavík bis Horn hinauf und von Horn zurúck bisFurufjörður schaffen, wie er von seiner Reisemit Thor- oddsen 1886 wúCte, zumal da ohnehin schon die Wege an der Hornkúste die fúrchterlichsten auf ganz Island wáren. Auch Prof. Th. Thoroddsen riet fflir entschieden ab: mindestens múBte ich mir von Staður bis zum Furufjörður neue Pferde mieten, die ich aber sicher nichtbekommenwúrde und die altefl súdlich der Jökulfirðir nach der ,,Fichtenförde“ nachschicken. Da ich mich aber darauf versteifte, Island meinen AbschiedsgruB von seinem nordwest- lichen Kap zu senden, drohte der ganze Plan und vielleicht die Reise selbst zU scheitern (úber diese selbst vgl.unsere„Mitt.“IV, 52, 53). In der höchstefl Not erschien als Retter mein treuer Freund Professor Björn Magnússofl 'Olsen. Er hatte in 'Isafjörður einen guten Freund, den Kaufmann 'Arffl J ónsson. Dieser besaB einen kleinen Dampfer, 'Asgeir litli, mit dem er nacb einem im allgemeinen feststehenden Fahrplan Handelsreisen von 'Isafjörðffl bis in den Húnaflói zu unternehmen pflegt, und hatte sich in sehr liebeflS' wúrdiger Weise erboten, eine Fahrt des 'Asgeir litli so einzurichten, daB das Schiff mich am 31. Juli 1914 von Staður i Grunnavík abholen sollte. Dah 52

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