Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1927, Blaðsíða 84
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óltur, spriklóttur, sprœklóttur, sleinóttur, stjörnóttur, strútóttur,
stubbótlur, slöllóttur, sveipóltur, svipótlur, teinóllur, leistóilur,
tiglótlur, tindótlur, tgpplótlur, lirjóttur, togóttur, toppóilur,
tre/jóltur, trgsjóttur, tuðróttur, tunglóttur, úlótlur, vellóttur,
vikótlur, vikóttur, vindótlur, vogótlur, vökóttur, grjóltur, gr-
óttur, þgrnöliur, þjófóilur, þráðnttur, þrgmlótlur, þúfótlur,
þurðóttur, œðotlur, ögnóttur, öldóitur, öndottur, öngóttur, örð-
óltur, öróttur, össoltur.
Die allermeislen dieser Wörter treten erst im Neuisl. auf.
Anm. Im Neutr. wird gewöhnlich nur gebraucht sökótt in
der Verbindung eiga sökótt við e-n Slreit mit e-m haben.
Das Wort heimótt, F., schiichterne und linkische Person ist
eine volksetymologische Umbildung aus hámót})
§ 92. Das p- Suffix kommt in einigen islándisclien Wör-
tern vor (aut' -p, -pa, -pi, -pr). In den allermeisten dieser
Wörter ist das p schon urgermanisch und geht auf indog.
-b zuriick. So z. B. isl. liampr Hanf, gr. xávvaþig, lat. can-
nabis, skalpr Schwertscheide gehört zu germ. *skelp- zur
Wz. *skel- scheiden (in isl. skilja), dazu wohl skalp, N. (bei
Snorri als eine der Benennungen der Sprache, vgl den Bei-
namen skalphœna in Sturlungasaga: Einarr skalphœna).
Neuisl. skólp, N. Spiilwasser gehört zu germ. *skwalp-, vgl.
lit. skalbiu skalbti mit einem Brett schlagen, beim Waschen.
Neuisl. álpasl wie ein Narr gehen steht wohl fiir álf-past zu
álfr in der Bedeutung Narr, Dummkopf. Neuisl. stimp, N.
und stimpast sich mit e-m (im Scherz) schlagen gehört zu
mhd. stimpfen stolpern, vgl. lit. stambúr grob. Siaulpa Mád-
chen in meystaulpa gehört zum Vb. staulasl (vgl. stauli in
sveinstauli) stolpern. Neuisl. stampast durch Zufall das rich-
tige treffen gehört zu norw. slampa hart auftreten, engl. dial.
slamp faul und nachlássig gehen. Sonst ist mp im Isl. laut-
gesetzlich zu pp geworden, vgl. kappi, kleppr u. a, wáhrend
andere Wörter auf -pp im Isl. dies schon im Urgerm. hat-
ten (wie isl. klappa, hoppa, snoppa u. a.1 2)
§ 93. Das r- Suffix kommt vor in verschiedenen germ.
Sprachen und geht teils auf idg. -s (-os, -es) zuruck, wo es
sáchliche Konkreta bezeichnet wie etwa isl. dœgr (ags. dó-
1) Vgl. Verf : Hugur og lunga, S. 133.
2) Vgl. Verf.: íslenzk tunga í fornöld § 216.