Mitteilungen der Islandfreunde - 01.07.1931, Blaðsíða 27

Mitteilungen der Islandfreunde - 01.07.1931, Blaðsíða 27
4- Von den drei Bewerbern um den durch das Ausscheiden von Páll Eggert O’lason freigewordenen Lehrstuhl fur Geschichte an der Hochschule Islands ist die Professur auf Grund der vorgelegten Arbeiten dem frtiheren Gymnasiallehrer und Bibliothekar 'Arni Pálsson zugesprochen worden. 'Arni Pálsson ist bekannt als frtiherer Schrift- leiter des .Skírnir', der Jahresschrift der islándischen Literaturgesellschaft und als Verfasser vieler historischer Abhandlungen. 5. Von Mitte Dezember 1930 bis Mitte April 1931 weilte in Kiel der islandische Tier- arzt Sigurður Hliðar, deutscher Vizekonsul in Akureyri, um an verschiedenen In- stituten neue Methoden der Milch- und der Samenwirtschaft zu studieren. 6. Mag. phil. Kristinn E. Andrísson aus Reykjavík weilt seit Februar 1930 als Stipen- diat der Alexander-v.-Humboldt-Stiftung in Deutschland, um Studien ftir eine Ge- schichte der modernen deutschen Literatur fur Islánder zu machen. Ausztige aus Vorarbeiten zu diesem Werk hat er in der Zeitschrift Eimreiðin zu veröffentlichen begonnen, bisher einen Aufsatz uber Thomas Mann in dem Juli-Septemberheft 1930 und eine Abliandlung tiber Gerhart Hauptmann in dem Januar-Márz-Heft 1931. In der Zeitschrift Iðunn (XIV) erschien auBerdem von Kristinn ein Artikel: „Vom groBen Weltkrieg", ein kritischer, psychologisch gut unterbauter Bericht tiber die deutsche Kriegsliteratur, der besonders bemerkenswert ist wegen seiner ftir die Islánder un- gewöhnlichen Stellungnahme zu der Tatsache und dem Sinn des Krieges. AuBer an der Literaturgeschichte arbeitet Kristinn zur Zeit an einer Úbertragung von Eduard Sprangers Jugendpsychologie ins Islándische, deren Herausgabe auf Is- land bereits gesichert ist. 7. Die deutschen Austauschstudenten, die im letzten Winter in Reykjavík waren, brach- ten dort unter der Regie von cand. phil. Wolfgang Mohr Szenen aus Goethes Faust zur Aufftihrung, die Beifall fanden. Die Gretchenrolle wurde von einer islándischen Studentin gespielt. 8. Die islándische Schauspielerin Anna Borg, die bei der Festaufftihrung des Fjalla Eyvindur in Reykjavík im Sommer 1930 als Halla einen sehr groBen Erfolg errang, hat am 3. April d. J. im Königl. Schauspielhaus in Kopenhagen zum ersten Male das Gretchen in Goethes Faust gespielt und den Bláttermeldungen nach einen neuen glánzenden Erfolg davongetragen. 9. Zum Aufsatz Island im Lebenswerke des Olaus Magnus in unserer Festschrift 1930, Seite 74 ff., mag interessieren, daB von dem auf Seite 81 erwahnten, nur in drei Exemplaren bekannten deutschen Kommentar des Olaus Magnus zu seiner Carta marina: Ain kurze Auslegung . . . Venedig 1539, der Antiquariatskatalog 640 der Buchhandlung Gustav Fock in Leipzig unter Nr. 1602 -ein Exemplar anbietet. Der geforderte Preis ist RM. 1800. — Der Katalog bemerkt, daB in diesem Exemplar, dessen Faksimile 1912 von I. Collijn herausgegeben wurde, der Buchstabe w, der in der Druckerei zu Venedig fehlte, durch uu ersetzt ist. In einem der anderen erhaltenen Exemplare findet sich an seiner Statt der Buchstabe b, woraus sich auf einen doppelten Druck der deutschen Ausgabe schlieBen láBt. ABBILDUNGEN VON „GJOVEN“ DER FARÖER Von Privatdozent Dr. Hans Rudolphi Die beiden Abbildungen (S. 16/17) gehören zu meinem Aufsatz ,,Die Gjoven der Fáröer", der im XIII. Jahrgang unserer „Mitteilungen", Heft 1/2, Juli/Oktober 1930 erscliienen ist. Sie sollen weitere Auswitterungen basaltischer Gánge und Schwáchelinien im Gestein an den Ktisten und im Innern der Inseln veranschaulichen. Die Aufnahmen fanden im Jahre 1913 statt. GESCHAFTLICHE MITTEILUNGEN DER VEREINIGUNG 1. Gegen den Vorschlag, Professor Dr. Heydenreich den Vorsitz und dem Eugen- Diederichs-Verlag das Amt des Kassenwarts zu tibertragen, ist keinerlei Einspruch erhoben worden; damit sind beide als endgtiltig gewáhlt zu betrachten. 25

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