Mitteilungen der Islandfreunde - 01.07.1931, Page 5

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aus Stykkishólmr. Nur das letzte Ided, das deutlich hörbar ist, scheint mir bemerkenswert. Namentlich der mit Pausen gehackte Vortrag ist typisch. Derselbe Sánger singt auf Rolle 34 zu Anfang noch 2 Reimweisen, deren Vortrag auch artecht ist. Noch bemerkenswerter ist aber der Vortrag eines dritten Riedes, das er anschlieBend zweimal vortrágt. Die Tonhöhe láBt sich dabei allerdings schwer festhalten. Die weiteren Dieder der Rolle 34 besingt ein Arbeiter, dessen Familie aus Húnavatnssýsla stammt. Nament- lich der Vortrag ist ganz echt. In rhythmischer Hinsicht sind die Lieder nicht bemerkenswert und auch das Tonale, ausgenommen das erste Died, das er zweimal singt, und vielleicht das zweimal gesungene vorletzte Lied, ist wohl nicht sonderlich artecht. Das letzte Died der Rolle 34 fángt der Sánger nur an, um es scheinbar wegen eines Fehlers in der Wachsrolle zu unterbrechen und auf Rolle 35 zu Anfang zweimal vorzutragen. Viel- leicht sind es hier nur die rhythmischen UnregelmáBigkeiten, die artecht sind. Das Lied könnte jiingsten Datums sein. Es wird spáter auch von anderen Sángern (teils als Variante) auf Rolle 36 und 41 gesungen. Be- merkenswert wáre in tonaler Hinsicht höchstens der abwárts statt auf- wártsfiihrende Leitton dis: Das folgende Lied der Rolle 35, eine Reimweise, singt ein Arbeiter aus Dalasýsla. Das erste Wort des Verses und auch das parallele Wort am Anfang der dritten Verszeile ist fast nicht hörbar. Kaum mehr als der gehackte Vortrag ist an der Melodie bemerkenswert echt. Aber derselbe Sánger singt dann zweimal noch eine Reimweise, die bemerkenswerter er- scheint. Die weiteren Lieder der Rolle 35 singt ein anderer Arbeiter aus der Gegend von Snæfellsnes. Es sind typische Reimweisen der gebráuch- lichsten Art. Das erste Died singt er zweimal, wobei es das zweitemal deut- licher herauskommt. — Von Stykkishólmr lieB ich mich am 12. September nach Skarðsströnd mit dem Motorboot iibersetzen, um auf dem benach- barten Bauernhof Skarð weitere Aufnahmen zu machen. Dieser Hof soll seit der Randnahme-Zeit, also seit tausend Jahren, im Besitz derselben Familie sein. Die Phonogramm-Aufnahmen wurden hier zu einem kleinen Volksfest fiir die Leute auf dem Hof, und ich saB bis tief in die Nacht dabei, Aufnahmen zu machen. Auf Rolle 36 singt der Gutsherr Kristinn Indri- ðason (41 Jahre alt) zuerst zwei Lieder, deren erstes noch undeutlich ist. Dann singt seine Mutter Guðrún Eggertsdóttir zwei Lieder, das letztere zweimal, weil es ihr das erstemal „nicht gelang“ (zu hoch fiir sie lag). Die 5

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