Rit (Vísindafélag Íslendinga) - 01.06.1942, Side 10

Rit (Vísindafélag Íslendinga) - 01.06.1942, Side 10
10 wáhrend eines glazialen Klimas gebildet wurde, sondern tertiár sein muss. Auf anderem Wege kommt man zu demselben Ergebnis. Bei einer Besteigung des höchsten Berges zwischen Eyj a- fjörður und Skagafjörður, der Kerling bei Akureyri, von dem aus man eine ausgezeichnete Aussicht íiber dieses ganze zerrissene Basaltmassiv hat, ist mir aufgefallen, dass die höchsten Spitzen fast alle ganz kleine Plateaus bilden und man bekommt den Eindruck, der von den Höhenan- gaben der Karte bestátigt wird, dass es sich um Reste eines grossen Plateaus handelt, das bei Kerling seine grösste Höhe von rund 1550 m erreicht hat, um in der Umgebung von Svarfaðardalur auf etwa 1400 m und im Siiden bei Djúpidalur auf rund 1300 m zu fallen. Wir möchten annehmen, dass dieses gedachte Plateau ungefáhr der urspriinglichen Oberfláche der „grauen Stufe“ entspricht Man könnte einwenden, dass die quartáren Gletscher doch sehr viel haben abtragen mussen. Man findet aber auf diesen Plateauresten úberhaupt keine Anzeichen einer Gletschertátigkeit; keine geschliffenen Formen, keinen Gletscherlehm und keine rundlichen Blöcke, geschweige denn gekritzte Geschiebe. Diese Zeugen der Gletschertátig- keit könnten nicht alle spurlos verschwunden sein, wenn sie jemals dort gewesen wáren. Wir mússen annehmen, dass diese Berge niemals unter beweglichem Eis gelegen haben. Diese Vorstellung wird dadurch bestátigt, dass man Moránen in den Seiten dieser Berge immer bis in eine bestimmte Höhe verfolgen kann, wo sie dann plötzlich aufhören. In Súlur liegt diese Grenze bei etwa 900 m. Der Berg Kaldbakur oberhalb Sæmundarhlíð in Skagafjörður hat eine Höhe von 965 m. In ca. 900 m Höhe liegt die Mo- ránengrenze, und die Form der Bergspitze spricht auch sehr dafúr, dass sie aus dem Eis emporgeragt hat. Diese Vorstellung von dem quartáren Eis verlangt nun offenbar, dass die Basaltplatte schon vor der Eiszeit sehr zerzackt war und, dass die meisten Táler schon damals entstanden waren, sodass das Eis sich nur lángs dieser be-

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