Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1920, Blaðsíða 31
■^SQ) ist das siidliehste Eiland au der Kiiste der Insel Frisland der í'elsen
^onaco. Eaiige Zeit wurde dieser Name als Beweis daíiir angefiihrt, dai3
mit Frisland die Faröer gemeint seien und daB Monaco nichts anderes als
klunken sei. Erst spiiter erkannte man, daB die Karte der Gebriider Zeni
gefalscht und aus anderen Karten und Reisebeschreibungen kompiliert ist.
Auf alten Karten findet sich Munken öfters verzeichnet, so auf Resens Karte
’jlndicatio Grœnlandiae et vicinarum regionum" 1608, wo die siidliehste der
Ráröer „Sumbostern (!) vel ut Navt. vocant Monachus" genannt wird oder
ljn Atfas Janson (1638) auf Karte 317, wo Munken Munick heiBt. Auf der
■Karte der britischen Inseln von Sanson d. J. in der Description de tout
1 Univers (Amsterdam 1700) heiBt die Klippe: De Monnick Samby oder
^onnichsambi, also Sumbö Munk.
Eucas Jakobson Debes schreibt in seinein Buche „Fœröernis og Færöeske
ludbyggeris Beskrivelse“ (1673), der áltesten Beschreibung der Fáröer: „Siid-
lich von Suderö ist ein Malstrom, in dessen Mitte ein hoher Felsen steht,
§enannt Sumbö Munk; bei diesern Felsen sind sechs Klippen, die etwas iiber
^us Wasser herausragen, und wenn man den KompaB darauf legt, so dreht
Slch die Nadel rundherum und wird so verdorben, daB man sié nicht mehr
Sebrauchen lcann. Der gefáhrliche Malstrom zieht bei ruhigem Wetter die
Schifte zu sicli und bringt sie in groBe Bedrángnis, da der Strom sich gegen
Schiffe erhebt und man kein Schiff dort steueru kann, sondern es der
^ewalt des Stromes iiberlassen muB. Er ist am gefáhrlichsten bei ruhigem
I^etter und man kann sicli aus ihm nicht leiclit erretten. Bei frischem Wind
b’ann man sich gegen ihn eher schiitzen und wieder aus ihm herauskommen." •
IJ&stor Jörgeu Eaudt besclireibt das Eiland in seinem „Forsög til en Be-
skrivelse over Færöerne", 1800, folgendermaBen: „Vier vSeemeileu siidlicli
v°n Suudböe oder drei Seemeilen vom siidlichsten Punkte von Suderö liegt
kluuken, eine 12 Faden hohe Felsenmasse, unt die auf eine Entfernung von
'ner Seemeilen ein gefáhrlicher Strom láuft, der durch die vielen lrerum-
begenden unter- und iiberseeischen Felsen verursacht wird. Von der See
ker sieht der Felsen wie eiu Schiff uuter vollen Segeln aus, aber vom Eande
UUs gleicht er der Gestalt eines Mönches. Der Hals ist ein fester roter Ton
nuff), aber Kopf und Rumpf bestehen aus schwarzgrauem Felsen,
^er wie eiu formloser Basalt ausieht. Oben auf dem Felsen sind eitiige
bteine und einer davon ist so groB, daB er sogar vom I,ande aus gesehen
^erden kann.“
Her Einsturz des P'elsens Munken wurde friiher stark iibertrieben und
luan berichtete, daB er vollstáudig verschwunden sei. Wenn auch schon
1111 Jahre 1884 ein betráchtlicher Teil abgestiirzt war und 1885 die groBe
^lasse des Felsens nachfolgte, so bildet er doch auch heute noch eine sicht-
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