Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1920, Blaðsíða 32

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bare Iyatidtnarke, die 12 m aus deui Wasser emporragt. Man kann ihn bet klarem Wetter, wenn sich das Auge 6 m iiber der See, also in Deckhöhe, befindet, auf eine Entfernung von 11 Seemeilen erkennen. Diese Fest- stelluug rnachte schon im Jahre 1885, kurze Zeit nach dem Iiinsturze deS- Felsens, Kapitan Fr. Irminger, der im Auftrage des Marineministers Rav« Munken untersuchte. Am 28. Mai 1885 wurde der Einsturz von Munkett durch den Mariueniinister offiziell bekanntgegeben. Muuken, auf manchen Karten auch Monken genannt, ist eiu alter Rest des einst viel gröCeren Eandes der Fáröer, und wir können wohl annehmen> daB er friiher, ebenso wie die groBe Fáröerbank, mit Suderö zusammen- gehangen hat, ist er docli, wie alle diese Inseln, aus Basalt und Tuff auf- gebaut. Das leichte Verwittern des Tuffes schuf den „Hals“ des Möuches, wáhrend der aus Basalt bestehende „Kopf“ gleieh dem Rumpf lánger der Zerstörung trotzte und iiber detn ausgewitterten Tuffstreifen uberhing, eine Erscheinung, die wir bei vielen áhnlichen aus Basalt und Tuff auf' gebauten Felsen der Fáröer beobachten können. Heute besteht die Untiefe aus acht Klippen, von deneu drei unbenanut sind. Diese Klippen bilden ein Dreieck, an dessen Súdwestecke Munken liegt. Die úbrigen liegen uörd- lich und nordöstlich davon uud zwar befinden sich vier genau in einer Linie- Diese Klippen heiBen Fleserne (fárisch Flesjar), indem der Fáring eine Klippe úber Wasser als Fles bezeichnet, im Gegensatz zu einer Klippe unter Wassei', úberderdieSee brandet, also einerblinden Schere, die erBoði (dánischBue) uennt. Die Narnen der Klippen urn Munken sind Sunnbíjar Fles (Surnbö- ¥L\vpipe),Mibjalfles (mittlere Klippe) und Böllfles (Kugelklippe, runde Klippe)- Die súdlichste der vier in einer I.inie liegenden ist unbenannt. Sie ragen 3—6 m úber das Wasser heraus. Súdlich von Böllfles liegt noch die 3 m hohe und láugliche Slorafles (gtcBe Klippe). Auffallend ist die Anordnung det Klippen iu der Richtung von NNW nach SSO. Ihre I.ángsachsen zeigeft dauiit genau den gJeichen Verlauf wie die Fáröer selbst und die zwischeU ihnen liegenden MeeresstraBen. Abgesehen von der Kiippe Höguebue (fárisch Högnaboði) östlich der Su^' spitze von österö ist Munken die einzige Untieie, die den die Fáröer aö' steuernden Schiffen gefáhrlich werden kann. Aber zwischen ilir und Sudero befindet sich kein Strornwirbel, sondern nur zwischen Munken und del1 benachbarten Klippen (Fleserne), der Boote gefáhrden kann. Heute dieue11 die Klippen nur noch Seehunden zum Aufentlialt, die einst an den Kústeu der Fáröer háufig waren, jetzt aber infolge rúcksichtsloser Verfolgung seh1 selten geworden sind. Der Zusammenbruch von Munken hat nichts zu tun mit der Senkuug der Fáröer und einer starken positiven Strandverschiebung ihrer Kústeu, 70

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