Mitteilungen der Islandfreunde - 01.07.1918, Síða 19
des Prestiges in Betracht —, von den „Islandfreunden" nur mit Befriedigung
begriifit werden.
Neuwied S. Remertz
(Neuerdings haben neue Verhandlungen begonnen. K. N.)
V. ÁLTERE ARBEITEN UBER DIE FÁRÖER
A. BERG, BIDRAG TIB KUNDSKAB OM FÆRŒERNE. Nykjöbing !889.
122 s.
Der Veríasser, der 1862—1869 auf den Inseln lebte, bescháftigt sich hauptsáchlich
mit den Einwohnern der Fáröer, die er als Arzt griindlich kennen gelernt liat. Im ersten
Abschnitt beschreibt er die Mittel und Arten des Lebensunterhaltes und die áuBeren
Einflusse, wie Klima und Boden ,von denen die Entwicklung der Einwohner abhángt.
Ber Fáring nálirt sich in der Hauptsache von Fischen, Schaf-, Rind- und Walíleisch,
Seevögeln, Brot und Kartofíeln. Der zweite Abschnitt behandelt die körperliche Be-
scliaffenheit der Einwohner, die Krankheiten, Sterblichkeit und Bevölkerungszunalime.
Besonders groB ist die Zahl der Todesfálle durch Ungliicksfálle, wie Ertrinken und
Absturz von den Felsen. Von 1817—1868 starben uber 5% der Einwohner, meist
Mánner, eines unnaturlichen Todes. Trotzdem ist die Bevölkerungszunahme ziemlich
bedeutend, weil die Sterblichkeit in den Kinderjahren gering ist, epidemische und chro-
nische Krankheiten, sowie uneheliclie Geburten selten sind und das Lebensaltcr lánger
Jst als bei uns. Manchmal werden epidemische Krankheiten, wieMasern und lnfluenza
von Schiffen eingeschleppt und verbreiten sich dann sehr schnell, indem sie zahlreiche
Opfer fordern. Im dritten Abschnitt beíaBt sicli Berg mit einzelnen medizinischen
Fragen und bríngt eine tabellarische Darstellung seiner antliropologischen Messungen
der Einwohner
Tlí. SÖRENSEN, FÆRŒERNE. IN „DANMARK“. Kopenhagen 1883
und Dimmalætting 1912. 67 S.
Sörensen, ein geborener Fáring, der von 1874 — 1885 Pastor und von 1878 gleichzcitig
oberster Geistlicher (Propst) der Fáröer war, fuhrt uns in dieser volkstúmliclien, liebevoll
geschriebenen Scliilderung von einer Insel zur anderen und weiB úberall Belehrendes
und Wissenswertes einzuflechten, wenn auch die Anoidnung des Stoffes etwas bunt durch-
einander geht. Nach einem Uberblick úber die Fáröer und einem kurzen historischen
Teil beginnt «r seine Wanderung auf Suderö, wo die Kohlenlager und der Fang der
Döglinge, die Kleidung der Fáringer und ihre Háuser beschsieben werden. Dann geht
es nach Klein- und GroB-Dimon, wo nur eine einzige Bauernfamilie wohnt. Hier ílicht
der Verfasser eine eingehende Beschreibung des Vogellebens und des Vogelíanges ein.
Die fruchtbare Insel Sandö láBt ihn die fárische Landwirtschaft und Viehzucht, die
Nalirungsmittel der Inselbewohner, ihre Tánze, den Seehundsfang, das Skydswesen,
die Ruder und Segelboote und die Meeresströmungen schildern. Dann kommt er nach
Strömö, wo Tliorshavn mit dem Lagthing, die Festlichkeiten am Olaftage, Kirkebö
mit seiner Domruine, der Gottesdienst, Fischíang und Walfang beschrieben werden.
Bei Österö ist eingehend von den Plochzeitsgebráuchen die Rede; mit Myggenás und
Tindholm schlieBt dann die Beschreibung der Fáröer, bei der man eine Schilderung der
Nordinseln merkwúrdigerweise ganz vermiBt.
TH. S0RENSEN, FREMSKRIDT PAA FÆRŒERNE I DE SIDSTE
25—3° AAR. Foredrag i Foreningen ,,De danske Atlanterhavsoer", 16. Dez. 1912.
Thorsh avn 1913.
Auch auf den Fáröern haben sicli in den letzten Jahrzelmten die Verkehrs- und Wirt-
scliaftsverháltnisse bedeutend verándert und groBenteils verbessert. Die kleine Insel-
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