Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1920, Side 23

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Herefordkarte (12 jo), der ersten Weltkarte, auf der die P'aröer mit einem Namen erwáhnt werden, heiBen sie Fareie, auf der Tabula Regionum Septen- trionalium e Codice Clirist. Eusenii aus dem 15. Jahrhundert Fárensis, wáhrend auf der Tabula Regionum Septentrionalium e Codice Ptolemaei (1467) mit Farcie die Fair Isle zwischen Shetland- und Orkneyinseln gemeint Jst. Claudius Clavus nennt sie auf seiner Zarte (1467) Farreö, auf der Ptole- máuskarte von Skandinavien (Rom 1507) finden wir sie unter dem Namen Faerensis, im Briigger Reisehandbuche als Fareö, auf der Ptolemáuskarte von 1482 als Ferensis und auf Zieglers Karte von Skandinavien (i532) ais Farensis. Olaus Magnus nennt sie auf seiner Karte der nördlichen Lánder (töSQ) Farre und iu der Historia de gentibus septentrionalibus Farogia. Auf der Hemisphárenkarte von 1554 heiBen die Fáröer Fare insula, auf deu Karten Mercators (1554 und 1569) Farre insulae und 1587 Farre insule, bei Sigurd Stefanssou (1590) und Jón Gudmunsson (geb. 1574) Feroe, auf óen Molineux-Globen (1592) Farre Insulae, bei Richard Hakluyt (1599) Farray Isles, auf Resens Karte (1605) Insule Farensos, bei Matthias Quadus (1608) Farie, auf Gantobes Karte (1612) Faray, bei Hondius (1631) Fero und Fero-Inseln, in Beckinauns Historia orbis terrarum (1685) Insulae Faeroenses, auf der Karte von Th. Thorlacius (1668—69) Færeyar vulgo Færo, und auf der Weltkarte zu Amsterdam (1710) Isles de Fero. Nach Hall, Voyages in Purchas’s Pilgriinage, werden sie in alten Zeiten °ft auch Ferris Land oder Ferris Islands genannt. In zwei alten Ham- burgischen Urkunden heiBen sie Veroe und Fjaeriðfer. Auf Karten und fieschreibungen der Fáröer des 17. und 18. Jahrhunderts werdeu sie auBer Fare, Farre, Farenses, Faro, Farro, Farrae Insulae, auch háufig Ferp, Fehro, Isles de Fero, Ferro, Isles de Ferro, Inseln Ferro, Insulae Ferroenses, Insulae Feroenses, Feroe, Ferröerne und Ferroe Islandiae genannt. Daneben finden sich öfters die Namen Fortunatae insulae oder Insulae Beatorurn (Inseln der Seligen, Gliickselige Iuseln), womit im Altertum die Kanarischen Inseln bezeichnet wurden, dereu bekannteste die Insel Ferro (Hierro), die Insel des Anfangsmeridians ist, mit der man die Fáröer offenbar verwech- Selte, da man sie oft auch Ferro oder áhulich nannte. Der Name Ferro hat aber mit unserer Inselgruppe nicht das geringste zu tun, da er vom lat. lerrum abgeleitet wird (Ferrí insula). Auch die Namen Glaesariae und Elec- irides (Bernsteininseln)1 werden ihuen iu dieser Zeit manchmal fálschlich Segeben, womit das Altertuin eine der friesischen Inseln und Iuseln in der uördlichen Adria meinte. Eininal werden sie sogar Glaciatae (Eisinseln) Senannt. In Debes’ erster ausfiilirlicher Beschreibung heiBen sie lateinisch Faeroe, in der deutsclien Ubersetzung Faeroeische Inseln oder Inseln Fáröe. 1 Bei Adam vou Bremen heiBen die Shetland-Inseln Electrides. 61

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