Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1920, Blaðsíða 34
Heil sei dir, der Arbeit, des Wissens Herd,
Du, im Baueu stark wie im Fiillen.
Zu dir kommt, wer edlen Genusses begehrt,
Du erquickst wie am Strande die Wellen.
Uns badet dein Weisheitsboru gesuud,
Der reichste und tiefste auf dem Erdenruud.
Dein Haupt dir der Kiinste Kranz umwand,
Hegst schaffendes b'euer im Herzen.
Kein Dand je reinere Töne erfand
Fur des Uebens Freuden uud Schmerzen.
Ftir deutsches Singen und Sagen soll
Die Welt dir entrichten des Dankes Zoll.
Was heute dir Sorge, wird Segeti einst sein,
Geweiht sind die Tat, die Gefahren;
Des Herzbluts Opfer bringt Ruhmesschein
F'úr ewig den Heldenscharen.
Wo auf Ácker und Gras fállt der Záhren Tau,
SprieCt goldene Frnte aus blumiger Au.
Der Helden, der Kúnste, der Wissenschaft Daud,
Voll Deid ich jetzt bluten dich sehe;
Doch heiBt es: zum Segen sind Schmerzen gesandt,
Wenn den Geist sie erheben zur Höhe.
Allvater verleihe in gerechtem Gericht
Dir Ruhm, das Glúck uud der Zukunft Dicht.
Ubersetzt von 77/. Stetlnef
X. ISLAND-LITERATUR
1915
Bruinier, J. W., Die germanische Heldensage. (Aus Natur und Geistes-
welt, Bd. 486.) Ueipzig, Teubner.
Neckel, Gustav, Altnordische Kultur. (In: Jahrbuch des Freien deutscheu
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—, Germanisches Heldentum. Quellensammlung altgermanischer DebeöS-
zeugnisse (Tatbúcher fúr Feldpost, Fleft 7). Damals 60 Pfg. Jena>
Diederichs.
1916
Drewes, Friedrich, Beitráge zur Kenntnis der islándischen Barometer-
depressionen. Dissertation zur F.rlatigung der pliilosophischen Doktor-
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