Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1920, Page 45

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TOehr langköpíig als die dunklen. Die Bevölkerung der Fáröer unterscheidet sich an- thropologisch sehr wenig von der Norwegens und diese zeigttbenso ein Aussehen, das ®an als schwachen keltischen Einschlag'bezeichnen könnte. Sicher ist, daB die Haupt- ttiasse der íárischen Bevölkerung aus Norwegen stammt, wahrscheinlich aus verschie- H. Rudolphi denen Gegenden dieses Landes. XV. EINE ÚBERQUERUNG DES VATNAJÖKULL DURCH ZWEI SCHWEDISCHE GELEHRTE ’on einer Forschungsreise, die die beiden scliwedischen Gelehrten \\ a- Vdell und Ygberg im vorigen Sommer iiber den Vatnajökull von West hacli Ost machten, hat Wadell eine telegraphisehe Nachiicht aus Hólar hu Hornafjörður au die Zeitung 'Isafold geschickt. Diese lautet: Wir brachen vou Kálfafell in Fljótshverf am 27. August, vormittags 9 Uhr, mit 7 Pferden und einem Fuhrer auf. Wir ritten durch das Tal der Djúpá nordwárts und kamen um 1 Uhr an den Gletscherrand nörd- lich von Kálf afell. Hier trennte sich der Fúhrer von uns und kehrte zurúck, 'vváhrend ich mit cand. Ygberg mit 3 Pferden mid einern Schlitten in gerader uördlicher Richtung weiterzog. Der Gletscher war sehr unebeu uQd Aschenwellen da und dort. Am Tage darauf, den 28.August, sahen u'ir, daB es unmöglich sein wúrde, nordwárts vorzudringen, denn diegauze ^letscherhöhe westlich in gerader Richtmig im Norden des Grænafjall War mit einer 12—15 cm dicken Aschenschicht aus der Katla bedeckt. Wir ánderteu daher die Richtung mid wandteu uns nach Súdosten zum Urænafjall, das zumeist ausObsidiau besteht, und brachten unser Gepáck °stwárts nach den Hágöngur. Zwisehen den Hágöugur und dem Græna- fjall ist eine runde Vertiefung im Gletscher; wahrscheinlich ist dort ein alter Krater unter dem Eis. Arn 29. August nahmen wir unseren Schlitten und fuhren úber die Asche östwárts nach den Hágöugur. Auf die Aschen- schicht war Schnee gefallen und daher práchtige Schlittenfahrt. Nördlich v°n den Hágöngur ist eine kleine Erhebung mit steiler Spitze. Am 31. August fuhren wir gerade ostwárls. Die Schlittenfahrt war práchtig. Der ^letscher stieg allmáhlich au, wir kamen úber drei Höheuránder uach- einander. 12 Uhr mittags sahen wir eiue Anhöhe vor uns und hielten áarauf zu. Wir kamen um 3 .Uhr hin; in dieser Anhöhe sind heiBe Spring- quellen, die 1—2 Meter hoch steigen. Dort war etwas Mooswuchs. Nörd- hch unterhalb der Auliöhe ist eiu i2oMeter tiefer Krater1, die Súdwand 'fos Kraters ist senkrecht uud Uava. Am 1. September maBen wir den Krater, entwarfen eine Karte von ihm uud untersuchten ihn nacli Osten. Im.Krater ist heiBes stehendes Wasser, ein Gletsdierende (skridjökull) Wir nannten ihn Schwedenkrater. 83

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