Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1930, Side 61

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Mitternaclit halt bei Bakkasel, etwas siidlicli von Kirkjuból (vgl. S. 37). Der Fiihrer war ungewöhnlich piinktlick gewesen; ögmundur mit den 10 Pferden kam 2 Stunden spáter. III. SCHLUSS Damit war der Kreis geschlossen, der Ring wieder gerundet. Von hier aus hatten wir den Vormarsch nach Staður í Grunnavík angetreten, von wo wir den Abstecher nach dem Nordkap mit dem Dampfer gemacht hatten; von Staður í Grunnavík waren wir die Siidseite der Jökulfirðir entlang nach Furufjörður gedrungen und von da siidwarts die Hornstrandir ent- lang bis zur Trékyllisvík und zum siidlichen Reykjarfjörður; der tíbergang iiber die Hochlánder Trékyllis- und Steingrímsfjarðarheiði hatte uns zu- riick nach dem Ausgangspunkt gebracht, dem Langidalur. Von hier sollte auch der zweite Teil der Reise, der Besuch der Glámahalbinsel und der Gláma selbst seinen Anfang nehmen; auch er sollte einen völlig in sich ab- geschlossenen Abschnitt bilden. Vergleicht man die Angaben iiber meine vierte Reise nach Island und zieht den ausfiihrlichen Aufsatz iiber die Gláma hinzu (Mitt. IV, 31—38; 52—59), so darf ich wohl behaupten, mein Versprechen, so gut es ging, wenn auch reichlich spát, gehalten zu haben (IV, 52): ein zusammenhángendes Schriftchen „Eine Reise nach dem Nordkap auf Island" herauszugeben. DaB es nur in Bruchstiicken und darum mit leichten Wiederholungen ge- schehen konnte, nicht als besonderes Heft, liegt in den Verháltnissen und wird Entschuldigung finden. DaB die Riickkehr von der Gláma nach Reyk- javík noch aussteht und wohl nie von mir beschrieben werden wird, bitte ich ebenfalls zu entschuldigen; dieser Teil wiirde Neues wenig bieten, und auBerdem war ich durch die immer weiter um sich greifenden Flammen des Weltbrandes so aufgeregt und verstört worden, daB mir die Ruhe zu weiteren Beobachtungen unmöglich geworden war. Mögen jiingere Kráfte das Versáumte nachholen. Ich nehme hiermit Abschied von*meinen Stu- dien iiber „Island in Vergangenheit und Gegenwart" und spreche meine Genugtuung und Freude dariiber aus, dafi es mir vergönnt war, meine letzte Arbeit in der Festschrift der Islandfreunde zur tausendjáhrigen Ver- fassungsfeier Islands veröffentlichen zu können. 103
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