Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1930, Side 73

Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1930, Side 73
14. Der Laugará-Jökull, 15. der Raufarfells-Jökull und zuletzt 16. der Kaldaklifs-Jökull mit der Kaldaklifsá. Er besitzt von den Glet- schern der Sxidseite die lángste Zunge. Sie beginnt bei etwa 800 m und endet bei 320 m in der fast unzugánglichen Schlucht Kaldaklifsgil. Ihr Abflufi. die Kaldaklifsá, schiittet, am Ausgange der Schlucht, einen mách- tigen, 2^2 krn langen Geröll- und Schwemmkegel im Tiefland auf. Der Eyjafjalla-Jökull steht in seiner Eis- und Schneebedeckug hinter dem mit ihm östlich verbundenen Mýrdals-Jökull und noch mehr hinter dem Vatna-Jökull zuriick. Wáhrend schon der viel gröfiere Mýrdals-Jökull eine lange práchtige Gletscherzunge, den Sólheima-Jökull, in den gleich- namigen Sander hinabschickt, fehlt ihm ein Talgletscher und er bringt nur Hángegletscher hervor. Er ist, wie der Mýrdals-Jöktill, ein Plateau- gletscher und unterscheidet sich damit von den alpinen Gletschern. Bei ihm liegen Náhr- und Zehrgebiet, also Schnee und Eis iibereinander; das Eis ist also das Eiegende des Schnees, wáhrend bei den Alpengletschern Eiszunge und Firnbecken hintereinander folgen. Der Eyjafjalla-Jökull wird im Norden von dem spitzenreichen Tindfjalla- Jökull durch ein tief eingeschnittenes Tal, die Þórsmörk, die Donners- mark, getrennt. Die Schmelzwasser der zehn von mir benannten Hánge- gletscher miinden in dieses Tal und bilden zusammen einen máchtigen, geröllreichen Gletscherstrom, der zuerst Markarfljót (Waldstrom), spáter Þverá (QuerfluB) genannt wird. Die Þórsmörk mit ihren grofien und ernsten Berggestalten, ihren Hángegletschern und den vielen reiBenden Gletscherbáchen ist von einem hohen, ganz eigenartigen Reiz, und deutsche Bergsteiger, denen die Alpen zu klein, denen ihre Berge und Hutten zu iiber- völkert sind, sollten nach Island reisen und von Westen her in die Þórs- mörk eindringen. Von hier aus könnten sie den Eyjafjalla-Jökull ersteigen und seine nach Norden jáh abfallenden Eishánge besuchen, sie wurden die lange Reise nicht zu bereuen haben. Hier gibt es noch Neuland ftir den Hoch- touristen, hier findet er keine Wirtsháuser, keine Hutten, so gut wie keine Menschen, und unbeirrt durch Autohupe, Benzinduft und Radiogesurr kann er den gewaltigen Eindruck der groBartigen Natur Islands auf Körper und Geist einwirken lassen. »• 113
Side 1
Side 2
Side 3
Side 4
Side 5
Side 6
Side 7
Side 8
Side 9
Side 10
Side 11
Side 12
Side 13
Side 14
Side 15
Side 16
Side 17
Side 18
Side 19
Side 20
Side 21
Side 22
Side 23
Side 24
Side 25
Side 26
Side 27
Side 28
Side 29
Side 30
Side 31
Side 32
Side 33
Side 34
Side 35
Side 36
Side 37
Side 38
Side 39
Side 40
Side 41
Side 42
Side 43
Side 44
Side 45
Side 46
Side 47
Side 48
Side 49
Side 50
Side 51
Side 52
Side 53
Side 54
Side 55
Side 56
Side 57
Side 58
Side 59
Side 60
Side 61
Side 62
Side 63
Side 64
Side 65
Side 66
Side 67
Side 68
Side 69
Side 70
Side 71
Side 72
Side 73
Side 74
Side 75
Side 76
Side 77
Side 78
Side 79
Side 80
Side 81
Side 82
Side 83
Side 84
Side 85
Side 86
Side 87
Side 88
Side 89
Side 90
Side 91
Side 92
Side 93
Side 94
Side 95
Side 96
Side 97
Side 98
Side 99
Side 100
Side 101
Side 102
Side 103
Side 104
Side 105
Side 106
Side 107
Side 108
Side 109
Side 110
Side 111
Side 112

x

Mitteilungen der Islandfreunde

Direkte link

Hvis du vil linke til denne avis/magasin, skal du bruge disse links:

Link til denne avis/magasin: Mitteilungen der Islandfreunde
https://timarit.is/publication/323

Link til dette eksemplar:

Link til denne side:

Link til denne artikel:

Venligst ikke link direkte til billeder eller PDfs på Timarit.is, da sådanne webadresser kan ændres uden advarsel. Brug venligst de angivne webadresser for at linke til sitet.