Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1934, Qupperneq 19

Mitteilungen der Islandfreunde - 01.04.1934, Qupperneq 19
Hárte und dem geheimnisvollen Schimmer, den der Himmel uber sie ausgieBt. Und wir wollen hoffen, daB allen warmen Winden und Strömungen aus dem Sii- den zum Trotz diese Menschen sich ihren ererbten Eigenwert erhalten, durch den allein sie eine eigene, bedeutsame Melodie in dem Konzert der menschlichen Kul- tur spielen können. Halldór Kiljaii Laxness von Stefán Einarsson I Von den lebenden islándischen Schriftstellern ist Halldór K. Laxness vielleicht der merkwiirdigste. Merkwiirdig, ob man seinen Lebensweg oder seine Art zu schreiben betrachtet. Er hat von ihnen allen die Welt am weitesten durchwan- dert. In den nordischen Lándern, in Mittel-, West- und Siideuropa und in Nord- amerika sind die meisten StraBen ihm vertraut. Er liat in den Gaststátten Kopen- hagens gesessen, er hat die Wálder Jemtlands durchstreift, er hat Mokka getrun- ken mit Gesandten und Damen der Gesellschaft im Hotel Adlon in Berlin; er hat lange im Kloster des Heiligen Benediktus in Luxembourg gelebt, er ist in Paris unter den Jesuiten und in London unter den Kartáusern gewesen. Er hat einen ganzen Sommer im Paradiese des Siidens, in Taormina auf Sizilien geweilt und ist im náchsten Winter kreuz und quer durch Island gezogen, iiber die verschnei- ten Hochheiden, mitten in der schwárzesten Winternacht. Und he has made America von der Einwandererstation auf Ellis Island bis zu den „movies studios“ in Hollywood, von den Stádten des Kanadischen Tieflandes bis an die Kiisten Mexikos. Und all dies hat er gemacht im zweiten und dritten Jahrzehnt seines Lebens, ohne groBen Zehrpfennig, aber immer lesend, immer schreibend, immer mit offe- nen Augen und Ohren, offen fiir alle neuen Eindriicke von Land und Volk, von Richtungen und Strömungen der Zeit. II Und seine Art zu schreiben ist nicht weniger merkwiirdig als dieses Leben. Er selber sagt, er habe geschrieben, seit er eine Erinnerung an sich selbst habe; doch hat er davon wenig herausgegeben, bis er 17 Jahre alt war. Da kam sein erstes Buch:Das Kind der Natur (Barnnáttúrunnar). Es war ein Jugendwerk, und zeugte von einer kráftigen Phantasie. Dann veröffentlichte er einige Novellen aus seiner Schulzeit und den ersten Jahren im Auslande; eine davon „Das Kind der Natur“ ist ins Deutsche iibertragen worden und in dieser Zeitschrift erschienen. 2* 19
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