Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Side 48
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Gewicht wird mit 75,1 kg angegeben. Thorsteinson ist der
Ansicht, dasz die Fischer bedeutend besser entwickelt seien als
die Landbewohner, wenigstens solange ausschlieszlich Ruder-
boote in Gebrauch waren. Nachdem diese von Motorbooten
abgelöst waren, ging die starke Entwicklung aller Muskeln
zuriick. So gibt er an, dasz sich der Umfang des Armes in glei-
cher Höhe mit der Insertion des m. biceps hei einigen Leuten um
3 cm verringerte, nachdem sie aufgehört hatten, auf Ruder-
booten zu fischen.
Samtliche angefiihrten Masze sind in Millimetern abge-
nomrnen. Auch wenn man keine volle Garantie fúr ihre Ge-
nauigkeit liat (Páll Jónsson gibt z. R. an, dasz „der Kopf in
der Stellung gehalten wurde, die die gröszte Höhe ergab“),
so geben sie doch eine recht gute Vorstellung von der Körper-
grösze der Islánder. Die Ergehnisse zeigen bei allen eine recht
befriedigende Ubereinstimmung.
Im Gegensatz zu diesen Messungen, die von Mánnern ohne
Spezialausbildung in der Anthropologie ausgefiihrt wurden,
stehen die Messungen, die Prof. L. R i b b i n g an 54 Islándern
(im Alter von 17—34 Jahren), wesentlich Studenten, im Jahre
19121) in Kopenhagen vornalnn. Er stellte 8 Masze fest, auszer
der Farbe von Haar und Augen. Seine Durchsclmittszahlen sind
die folgenden:
Körpergrösze 173,8 cm Rreite des Ivopfes 154,8 mm
Sitzhöhe 91,2 — Morphologische Ge-
Spannweite der Arme 179,6 — sichtshöhe 122,7 —
Lánge des Ivopfes 198,lmm Jochbogenbreite 140,4 —
Lánge des Fuszes 26,5 cm.
Index cephalicus war 78,1.
Morphologisclier Gesichtsindex war 87,4.
Ribbings Bestimmungen der Farbe von Haar und Augen
ergaben:
1) Quelques mesures anthropologiques. Pris sur 54 jeunes Islandais.
Lund 1911. (Acta Uuniv. Lundiensis).