Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Blaðsíða 202
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Bei 20 D á n e n ermittelte ich fiir den Index 59,0, also einen
bedeutend höheren Wert als fiir Islánder und Trönder, eine
Folge der geringeren Ohrlánge. Es scheint hier eine eigen-
tiimliche Differenz vorzuliegen, jedoch musz man hei einer
so geringen Zahl von Messungen mit Schliissen vorsichtig' sein.
Nach R. M a r t i n betrágt der Index bei Eskimos 53,0,
Groszrussen 53,5, Deutschen (Hamhurg) 54,6, Griechen 55,8,
Elsássern 60,5, Kurden 64,7. Der Wert fiir den islándischen
Index scheint also reclit hoch zu sein.
Der Wert fiir den Index nimmt mit zunehmendem Alter ah,
da die Lánge des Ohres stárker zunimmt als die Breite. Nach
meinen Durchschnittswerten bereclmet erhált man:
232 Personen 20—22 Jalire Index 57,1
815 — 20—40 — — 56,6
149 — iiber 40 — — 55,0
Physiognomischer Ohrindex bei verschiedener Körpergrösze.
Anzulil
Körpergi'ösZe Gemessene Ohrimlex Index
156—160 5 59,64
161—165 54 57,83 240 Kleine 57,1
166—170 181 56,78
171—175 281 56,82 281 Mittelgr. 56,8
176—180 199 57,07
181—185 77 56,15 294 Grosze 56,8
186—193 18 57,05
Der Index verándert sicli also mit wechselnder Körpergrösze
nur unwesentlich, nimmt jedoch eher mit zunehmender Ivör-
pergrösze ein wenig ab.
Die Frequenzkurve, in Gruppen zu je einer Indexein-
heit gezeichnet, ist am ehesten als mehrgipflig zu betrachten
und sehr unregelmászig. Der Hauptgipfel befindet sich bei 55,5
mit 6,8%, ein stark ausgesprochener Nebengipfel bei 53,5.
Zeichnet man die Kurve in Gruppen zu je zwei Indexeinheiten,
so erhált sie ein einigermaszen regehnásziges Gepráge und
weist einen Hauptgipfel bei 56,5—57,5 auf, der 18,3% umfaszí.
Die Variationshreite hetrágt 44,5—73,5, wenn man von ei-