Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Side 240
Wenn man nach M a r t i n einteilt, so gruppieren sich die
Augen der Islánder folgendermaszen:
Blau (Martin Nr. 13—16) 76,1%
Meliert (M. Nr. 7—12) 14,4—
Braun (M. Nr. 1—6) 9,5—
2. Die Haarfarbe der Islánder ist dunkler als die der
Norweger. Wenn man nach E. F i s c h e r s Haarfarbentafel
und Halfdan Bryns Farbengruppen einteilt, so erhált
man folgendes Ergebnis: Islönder -» 7* 'h Norvveger
(20- —22 Jabre)
Blond (Nr. 12—24) 0,9% 22,3%
Hellbraun (Nr. 7—11, 25—26) 52,0— 38,4—
Bot (Nr. 1—3) 2,8— 3,7—
Dunkelbraun (Nr. 5—6) 35,0— 31,2—
Schwarzbraun (Nr. 27 u. 4) 9,3— 4,3—
Blond 55,6— 61,4—
Dunkel 44,4— 35,5—
Farbenindex 3,49— 2,99—
Vgl, im iihrigen die Tabellen S. 198—199.
Es ist eigentumlich, dasz die Haarfarbe der Islánder und
Norweger so betráchtlich von einander abweicht, da die Augen-
farbe so áhnlich ist. Vielleicht ist hierin ein Einflusz von
irischen und schottischen Ansiedlern zu sehen. Nach A. C.
Haddon1) findet sich hoher Wuchs in Verbindung mit dunk-
lem Haar in einigen schottischen Bezirken; íiber die Verhált-
nisse in Irland sagt derselbe Forscher, dasz „frequency of light
eyes and of dark hair, the two often combined, is the leading
characteristic of the population .... The cheek-bones are pro-
minent, but the zygomatic arches are not much expanded.“
Diese Beschreibung erinnert stark an die Islánder. Andererseits
hat a.uch H a 1 f d a n B r y n hochgewachsene und dunkle Per-
sonen in Norwegen (Tydalen) gefunden, im iibrigen jedoch ist
die dortige Bevölkerung den Islándern nicht áhnlich.
1) The races of man, Cambridge 1924, S. 76, 77 und 83.