Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Side 236
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Eine gewisse Differenz scheint in der S t i r n der Islánder
nnd Norweger nach den Durchschnittswerten zu hestehen:
Isliinder Norweger
Stirnbreite 10,65 11,1
Stirnhöhe (n—tr) 5,92 6,6
Transvers. T'ronto-
parietalindex 69,11 72,8
Demnach muszte die Stirn der Islánder 7 mm niedrigef und
5 mm schmaler sein als die der Trönder. Handell es sich hier
um eine tatsáchliche Differenz oder nur um abweichende Mesz-
technik?
2. Das Gesicht. Nach dcn Messungen Halfdan Brjms
Uíid den meinen ergaben sich folgende Werte:
Islönder Norweger
Physiognomische Gesichlshöhe 18,93 19,12
Morphologische 13,01 12,5
Obergesiclitshöhe 7,48 7,6
Joclihogenhreite 14,06 13,9
Der Unterschied in der physiognomischen Gesichtshöhe und
der Jochbogenbreite ist niclit erheblich, dagegen bedeutender
der Unterschied in der morphologischen Gesichts- und Ober-
gesichtshöhe. Die Werte fur den physiognomischen Gesichts-
index sind áhnlich (Islánder 74,3, Norweger 72,6). Dasz der
Wert fur die morphologische Gesichtshöhe bei den Islándern
wesentlich höher ist, scheint nur daher zu kommen, dasz Un-
terkiefer und Kinn bei den Islándern stárker entwickelt sind.
Der Abstand von Prosthion und Gnathion betrágt bei den Is-
lándern nach den mittleren Werten 5,5 cm, dagegen bei den
Norwegern 4,9 cm.
Obgleich diese Differenz verháltnismászig bedeutend er-
scheint, so fállt sie docli, was das Aussehen betrifft, kaum in
die Augen.
Der morphologische Gesichtsindex betrágt
bei Islándern 92,69, dagegen bei Norwegem 89,91. Obgleich
die Differenz nicht sehr grosz ist, so gestaltet sich doch die