Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Side 99
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Die absolute Rumpflánge nimmt natiirlich mit der Körper-
grösze zu, die relative Rumpflánge nimmt aber mit zunehmen-
der Ivörpergrösze etwas ab, sodasz bochgewacbsene Personen
einen etwas kleineren Rumpf baben als kleingewachsene.
Dies wird vielleicht am deutlichsten erkennbar, wenn man
mit nur drei Gröszenklassen rechnet. Rei Ideinen Personen (156
—170) betrágt sie 29,8%, bei mittelgroszen (171—175) 29,5%
und bei hochgewachsenen (176—193) 29,2%.
Zu ganz dem gleichen Ergebnis kam H a 1 f d a n R r y n
im Tröndelag. In der Gröszenklasse 155—161 cm war die re-
lative Rumpflánge 30,36%, wábrend sie in der obersten Klasse
(186—193 cm) 29,27% betrug. Bei mir ist die relative Rumpf-
lánge in der niedrigsten Ivlasse (156—160) 29,6 (die Gruppe ist
zahlenmászig allzu schwach vertreten), dagegen in der Iílasse
186—193 28,9.
H a 1 f d a n B r y n hat in seiner Antbropol. nidarosiensis
sein Material in funf Klassen nach der relativen Rumpflánge
eingeteilt. Ich babe mein Material zum Vergleicb in derselber.
Weise eingeteilt und erhalte folgendes:
Sebr Kurzer Míttlerer Langer Sehr
kurzer Rurapf Rumpf Rumpf Rumpf langer Rumpf
(23,5—27,4) (27,5—28,9) (29,0-30,4) (30,5-32,4) (32,5-35,5)
Trönder 2,7 ^ 21,6 ^ 48,4 X 25,5 % 2,0 ^
Isliinder 2,9 — 27,6 — 50,9 — 18,4 — 0,2 —
Wenn man in Betracht zieht, dasz die relative Rumpflánge
bei den Tröndern 29,8 und bei den Islándern 29,5 ist, so kann
man sagen, dasz die Verteilung bei beiden sehr ábnlich ist.
Man kann etwas tiefer in das Verhállnis der Rumpflánge
zu der Körpergrösze eindringen, wenn man eine Affinitáts-
berechmmg ausfiihrt, in der Art wie A n d r. M. H a n s e n
und H a 1 f d a n B r y n sie vorgenommen haben. Die Methode
ist genau beschrieben bei Halfdan Bryn, Tromsfylkes Antb.ro-
pologi pag. 57—62.
Die Affinitátszahlen zeigen, dasz die niedriggewacbsenen