Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Blaðsíða 217
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2. Die Augenfarbe 1922—23.
In diesem Jahre bestimmte ich die Augenfarbe von 480 Per-
sonen verschiedenen Alters mit Hilfe von R. Martins Augen-
farbentafel. Fiir die braunen und melierten Augen ist diese
Tafel ein ausgezeichnetes Hilfsmittel, wáhrend die blauen
Farben fiir die nordischen Augen schlecht passen. R. Marlin
rechnet Nr. 13—16 als blau, jedoch ist in meinern Exemplar
der Farbentafel Nr. 13 deutlich hell meliert, was vielleicht an
einem Fabrilíationsfehler liegt. Ich habe mich daher hei den
blauen Augen mit drei Nuancen begniigt: das hellste Rlau oder
Grau = Nr. 16 oder heller, mittleres Blau = ca. Nr. 15, und
dunkelbiaue Augen, die in Martins Tafel fehlen. Auszerdem bin
ich Halfdan Rryn insofern gefolgt, als ich alle zweifelhaften
Fálle, mit unklarer gráulicher oder gelblicher Fái'bung, mit
Iiilfe der Lupe untersucht habe, was mir eine ausgezeichnete
Hilfe zu sein scheint. Alle Augen, die bei Inspektion blau er-
schienen, meist mit einem triiben unklaren Farbenton, aber
bei Yergröszerung Pigmen tpiink tchen oder kleine Pigment-
fleckchen aufwiesen, hahe icli unter Nr. 13 aufgefiihrt. Zu der-
selben Nummer habe ich auch Augen mit unklarem, grunlichen
Farhenton gerechnet, auch wo ich keine Pigmentpunktchen
unter der Lupe erkennen konnte. Nach R. Martins Methode
(Inspektion in 30—50 cm Abstand) wiirde man alle diese Au-
gen als blau rechnen mussen, wáhrend sie jedoch streng ge-
nommen hellmeliert sind. Ich habe auf diese Weise, soweit es
mir möglich war, versucht, die ganz pigmentfreien Augen von
den mehr oder weniger pigmentierten zu sondern.
Das Ergebnis der Farbenbestimmung fiir dieses Jahr ist aus
folgender Tabelle zu ersehen, in der ich mich im ubrigen an
H a 1 f d a n B r y n s Gruppierung (Tromsfylkes Anthropologi
S. 18) angeschlossen habe: