Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Side 237
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Einteilung der einzelnen Individuen nach diesem Index recht
abweichend:
Isliinder Norweger
Hypereuryprosop (x— -78,9) 0,2% 1,8%
Euryprosop (79- -83,9) 3,5— 14,9—
Mesoprosop (84- -87,9) 15,8— 24,4—
Leptoprosop (88- -92,9) 35,7— 37,1—
Hvperleptoprosop (93- —:x) 44,8— 21,6—
Wenn es die Leptoprosopi sind, die die Norweger charakteri-
sieren, so sind die Hyperleptoprosopi fiir die Islánder charak-
teristisch.
Ein ganz anderes Bild gewinnt man, wenn man die Grup-
pierung nach dem morphologischen 0 b e r g e-
sichtsindex betrachtet. Er betrug 53,37 bei den Islán-
dern, dagegen 55,0 bei den Tröndern. Danach sind 50,9% der
Islánder mesen und 32,6%. euryen, sodasz man den Eindruck
gewánnt, dasz die im allgemeinen nach dem morphologischen
Gesichts- und Obergesichtsindex vorgenommenen Einteilun-
gen nicht gut iibereinstimmen.
Die U n t e r k i e f e r w i n k e 1 b r e i t e ist bei Islándern
(10,85) und Tröndern (10,7) áhnlich, ebenso der J u g o m a n-
dibularindex (Islánder 77,33, Trönder 77,1).
Ich halte es nicht fiir ganz sicher, dasz der Unterschied in
der Gesichtsform, den die Masze zeigen, in Wirklichkeit so
grosz ist, wie es den Anschein hat. Der Unterschied wird ver-
schwindend gering, wenn man annimmt, dasz das Nasion ver-
schieden bestimmt wurde. Beadilenswcrt ist, dasz die gleiche
Differenz auch in der Nasenhöhe zutage tritt. Wenn ich nicht
den Eindruck gehaht hátte, dasz Halfdan Bryn das Nasion in
derselben Weise wie ich bezeichnete, so hátte ich es fúr das
Wahrscheinlichste gehalten, dasz die Gesichtsform der beiden
Völker ungefáhr gleich wáre; denn nach dem Aussehen zu
urteilen kommt man tatsáchlich zu dieser Auffassung.
3. N a s e u n d 0 h r e n.
a. Die Werte fiir die N a s e n m a s z e waren nach meinen
Messungen, verglichen mit denen von Halfdan Bryn, folgende:
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