Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Side 89
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im Tröndelag' 21,2 cm oder 12,6%x). Bei Dánen fand ich
13,1%. Wo es sich um so geringe Unterschiede handelt, ist die
Kinnhöhe kein so zuverlássiges Masz, wie man wunschen
könnte. Soweit man jedoch aus den vorstehenden Zalilen er-
sehen kann, ist die relative Kopfhöhe am geringsten bei den
Norwegern und am gröszten hei den Dánen, wáhrend die Is-
lánder eine Mittelstellung einnehmen.
Diese Gesamthöhe des Kopfes bei den Islándern ist recht
gering. Die norwegische relative Iiopfhöhe darf man sehr gering
nennen, da die Höhe des Ivopfes nur % der Körpergrösze be-
trágt, wáhrend sie bei den Islándern den europáischen Normal-
verháltnissen (Stratz) weit náher kommt: Körpergrösze =
Kopfhöhe X 7%. Viele Völker haben bedeutend gröszere Kopf-
höhe. Ich fiihre einige Zahlen (relative Kopfhöhe) nach P.
Topinard1 2) an:
Aegyptische Statuen 13,2 Eskimos 14,9
Altgriechische Statuen 13,0 Chinesen 15,1
Franzosen 13,2 Australier 15,5
Belgier 14,0
Die ganze Kopfhöhe nimmt mit zunehmender Körpergrösze
etwas ab, so dasz die Kopfhöhe bei Personen von lcleiner Statur
verháltnismásziggröszeristalsbeihochgewachsenen (vgl. Tahelle
S.81). So betrug die relativeKopfhöheder untersten Gröszenstu-
fen (156-165 cm) 13,4, wáhrendsiein den obersten (181-193) 12,7
betrug. Zu demselben Ergebnis sind auch andere gekommen,
und R. Martin und P. Topinard betrachten es als eine sichere
Tatsache, dasz Personen von niedrigem Wuchs eine verliált-
nismászig gröszere Kopfhöhe aufweisen als hochgewachsene.
Dies ist auch der Fall bei den Frauen3) im Verháltnis zu den
1) Diese Zahl ist in Anthr. nidaros. p. 15 angefiihrt, nach der
Gnathionhöhe 87,7% miiszten es wolil 12,3% sein, was auch Alette
Schreiner angibt (Sludien p. 42).
2) Elements d’anthropologie 1885, p. 1071.
3) Alette Schreiner fand bei norwegischen Frauen die relative
Kopfhöhe = 12,93, H. Bryn bei Mannern 12,3. Alette Schreiner: Anthro-
pol. Studien p. 42.