Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Blaðsíða 124
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Es besteht also ein Unterschied von 0,93 cm zwischen dem
ersten und zweiten Masz, wáhrend dieser Unterschied nach
R, Martin (Lehrbuch S. 131) 0,95 cm betragen sollte.
Welches von diesen zwei verschiedenen Maszen ist nun das
richtige? Wahrscheinlich ist das erste zu kurz, das zweite zu
lang', sodasz man die Armlánge auf etwa 77,5 cm ansetzen
muszte. Dies liat jedoch keine Bedeutung, wenn man die von
mir gefundene Armlánge mit den Werten vergleichen will, die
andere durcli Ahzug der Höhe der Fingerspitze von der Schul-
terhöhe gefunden haben. Denn in diesem Falle brauchte man
nur von einer Armlánge von 77,07 cm auszugehen.
H a 1 f d a n B r y n fand im Tröndelag durch Messung der
Höhe des Akromion und Daktylion 74,7 cm oder 43,3% ^1 2). In
einer anderen Reihe von Untersuchungen fand er 76,2 cm oder
44,2%-). Die durchschnittliche Armlánge musz also wohl in
der Náhe von 75,5 cm und 43,7% der Körpergrösze liegen.
Dies ist ein etwas geringerer Wert als der, den ich fiir die Is-
iánder fand (77,07), wáhrend dagegen der Unterschied in der
relativen Armlánge recht unbetráchtlich ist.
Bei 20 D á n e n fand ich durch Suldraktion der Höhe der
Fingerspitze von der Schulterhöhe eine durchschnittliche Arm-
lánge von 75,14 cm oder 44,2%, also denselben relativen Wert
wie bei den Norwegern. Durch Addition der Einzelmasze fand
ich eine Armlánge von 76,81 cm und 45,0%, also etwas uber
1 cm mehr als mit der ersten Methode, was mit den fiir die
Tslánder gefundenen Verháltnissen úhereinstimmt. Die rela-
tivte Armlánge ist ungefálir dieselbe wie bei den Islándern.
Nach R. M a r t i n hetrágt die relativie Armlánge bei Fran-
zosen 44,8, Deutschen (Baden) 45,1, (der Durchschnittswert fúr
Deutsclie soll 45,0 sein), Belgiern 45,5, Groszrussen 46,4, Litau-
ern 47,1. Die nordische Armlánge ist demnach augenschein-
lich verháltnismászig gering.
1) Antr. Nidaros. S. 38.
2) Antr. Nidaros. S. 15.