Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Blaðsíða 135
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2. Ganze Beinlíinge,
Die Lánge des Beines kann man nicht direkt messen, da
cap. femoris im acetabulum eingebettet liegt. Seine Lánge
lászt sicb nach R. M a r t i n entweder durch Subtraktion von 4
cm von der Hölie des lliospinale oder durcb Addition von 3,5
cm zu der Halie des Symphysion bestimmen. Beide Methoden
sind ungenau, da sie die Körpergrösze nicht beriicksicbtigen.
Die erste ist immerhin noch die sicherste, da die Höhe des
Iliospinale mit gröszerer Genauigkeit zu bestimmen ist als die
des Symphysion.
Wenn wir von den fruher gefundenen Durchschnittswerten
fiir die Höhe des Iliospinale und des Symphysion ausgehen,
so erhalten wir:
Abs. Rel.
Ganze Beinlánge (Iliospinalhöhe — 4 cm) 94,02 cm 54,2
-------- (Symphysenliöhe -f- 3,5 cm) 94,51 cm 54,5
Die beiden Methoden ergeben also ein verschiedenes Resul-
tat. Dasselhe ist der Fall bei Halfdan Bryns Material.
Die von ihm gefundene durchschnittliche Höhe des Iliospi-
nale ist 97,7 cm, die des Symphysion 90,65 cm1). Die Lánge
des Beines ergibt sich also, wenn man von der Höhe des Ilio-
spinale ausgeht, zu 93,7 cm (54,3%), dagegen nach der Höhe
des Symphysion bereclmet zu 94,15 cm (54,6%). Man erhált
also eine Differenz von 0,45 cm, wáhrend ich eine Differenz
von 5 mm erhielt. Es ist demnacli nicht ganz gleichgultig,welche
Methode man anwendet.
Bei 20 D á n e n fand ich fiir die Beinlánge nach der ersten
Methode 92,57 cm (54,2%), dagegen nach der zweiten 93,11
cm (54,5%), d. li. also genau die gleichen relativen Werle
wie hei den Islándern und die gleiche Differenz je nach dcr
Methode.
Nach R. M a r t i n hetrágt die relative Beinlánge (Iliospi-
nale — 4 cm) bei Japanern 48,5, Litauern 50,7, Groszrussen
51,1, Deutschen (Baden) 53,6; der Durchschnittswert fiir
1) In Antr. Nidaros. S. 16 wird 91,3 cm = 52,9% angefuhrt. Diese
Werte gelten jedoch nur fiir einen Teil des Materials.
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