Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Side 74
62
geordnet, je nach der Heimat der Familie des Vaters. Es spiell
offenbar eine untergeordnete Rolle, ob ein Mann ein paar Jahre
in Reykjavik ansássig gewesen ist, wenn z. B. beide Eltern aus
eirer lándlichen Gegend stammen und die bctreffcnde Person,
wie in den meisten Fállen, dort aufgewachsen ist. Es wáre wún-
scnenswert gewesen, auch die Familie der Mutter lierúcksichti-
gen zu können, was jedoch mit Schwierigkeiten verbunden ist,
da die Miitter sehr oft aus einer andern Gegend stammen als
die Váter.
Betrachtet man zuerst die gröszeren Gruppen, die L a n d e s-
t e i 1 e, so ist es klar, dasz der Unterschied in der Ivörper-
grösze sehr gering ist:
Anzahl Gemessene Sud- lund 489 Noi-d- land 239 West- lund 177 Ost- land 57 Ganz Island 962
Durchschnittsgrösze 173,79 173,32 173,25 172,99 173,48
Ivlein (151—170) 27% 31% 35% 33% 30%
Mittel (171—175) 35— 36— 28— 33— 34—
Grosz (176 u. darúber) 37— 33— 37— 33— 36—
Immerhin besteht nahezu 1 cm Unterschied zwischen dem
hocligewachsenen Siidland und dem niedrigeren Ostland, wobei
jedoch zu bemerken ist, dasz nur wenige Messungen vom Ost-
lande vorliegen. Dasz das Siidland die höchste Ziffer fúr die
Körpergrösze aufweist, ist kaum zu bezweifeln, und dasz das
Nordland an zweiter Stelle steht, ist bei dem lange Zeit leb-
haften Verkehr zwischen diesen Landesteilen, háufigem Wech-
sel des Wohnsitzes und Eheschlieszungen leicht verstándlicli.
Die Eigentúmlichkeiten der Frequenzreihen fiir die einzelnen
Landesteile erkennt man am besten aus den folgenden Kur-
ven (Fig. 6). Die oberste (962 Personen, 20—50 Jahre) ent-
spricht recht genau der Ivurve I in Fig. 4, wáhrend allerdings
der vierte Gipfel scharfer hervortritt, und zwar bei 174. Die
Kurve des Siidlandes zeigt deutlich den hohen Gipfel bei 172
wáhrend der vierte Gipfel bei 175 scliarf hervortritt. Die viel-
gipflige Kurve des Nordlandes weicht nicht unwesentlich von
der des Siidlandes ab. Der dritte Gipfel tritt nur wenig hervor,