Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Page 21
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samtheit der Einwanderer gibt. Natiiríich sind es im wesent-
lichen die Namen der vornehmsten und wohlhabendsten Leule,
die bewrahrt worden sind, aber in der Regel geht man kaum
fehl, wenn man annimmt, dasz die Gefáhrten des Fiihrers aus
derselben Heimat im Auslande kamen wie er selbst, ob es nun
im „Besiedelungsbuch“ besonders hervorgehoben wird oder
nicht.
Aus den obenstehenden Tabellen geht ferner ohne jeden
Zvreifel klar hervor, dasz Island ganz uberwiegend
v o n Norwegen a u s kolonisiert worden i s t, und
die elwa 30 Kolonisten aus Schweden und den Faeröern waren
wrohl ungefáhr von derselben Rasse. Ungefáhr 84% alJer An-
siedler stammen aus Norwegen, 3% aus Sclnveden und 12,6%
von den britischen Inseln.
Betrachtet man nun die Heimat der Kolonisten in Nomvegen,
so fállt die beherrschende Stellung des Westlandes in die
Augen. Mehr als die Hálfte der norvregischen Kolonisten, deren
Heimat náher bekannt ist, stammt aus den westlándischen
Landschaften. Im Westlande wdederum ist es Sogn, das den
Brennpunkt der Auswranderung bildet. Man möchte es so
formulieren, dasz die Zahl der Kolonisten abnimmt, je weiter
man sich vom Sogn entfernt, wrie etwa die Zahlen in einer
Frequenzreihe sich mit dem Abstand vom Mittelpunkt der
Reihe verkleinern. Der Sognefjord hat nicht nur den zahlen-
mászig gröszten Beitrag zu der Besiedelung Islands geliefert,
sondern zugleich auch den wichtigsten. So wird im „Besiede-
lungsbuch“ (kap. 10) erzáhlt, dasz von Björn buna, der Herse
im Sogn vrar, der gröszte Teil der islándischen Háuptlingsge-
schlechter abstamme. Und es vrar nicht nur das Geschlecht
des Björn buna, sondern eine ganze Reihe von anderen Háupt-
lingsgeschlechtern aus dem Sogn, die an der Besiedelung Is-
lands teilnahmen. Man hat fast den Eindruck, dasz der gröszte
Teil der vomehmen Geschlechter des Sogn nach Island ausge-
wrandert sei.
Es ist nicht leicht, auf die antliropologischen Eigenschaf ten
dieser norwegischen Kolonisten aus vergangenen Zeiten
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