Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Síða 50
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der von Stefán Jónsson1) untersucht worden sind. Er
fand:
Blutgruppen
Mánner Frauen Anzahl 400 400 I. 58,0% 53,3— ll. 30,0 % 34,2— m. 9,7% 9,5— IV. 2,3% 3,0—
Im ganzen 800 55,7% 32,1% 9,6% 2,6%
Ferner fand er fiir die einzelnen Landesteile folgende
Zahlen:
Anzalil 1. II. m. IV.
Siid- u. Westland 633 56,2% 30,5% 10,6% 2,7%
Nord- u. Ostland 147 51,7- 40,1— 5,5— 2,7—
Ganz Island 780 55,4% 32,3% 9,6% 2,7%
Es scheint also ein bedeutender Unterschied zwischen dem
Siid- und Westland einerseits und dem Nord- und Ostland an-
dererseits zu bestehen.
IV. Meine Messungen und Materialien.
Obwohl die Islánder, im Gegensatz zu den anderen nordischen
Lándern, keinen nennenswerten Beitrag zu der Anthropologie
des Landes geliefert haben, so ist das Land doch von bedeuten-
dem anthropologischen Interesse, wenigstens fíir den Vergleicli
mit den Verháltnissen in Norwegen. Vor ungefáhr einem Jahr-
tausend wurde ein Zweig des nordischen Stammes nach Island
verpflanzt, und wir haben eine recht grundliche Kenntnis von
der urspriinglichen Heimat der ersten Ansiedler und dem Orte
ihrer Niederlassung. In allen diesen Jahrhunderten haben die
Islánder fast ganz von der Umwelt isoliert gelebt, bis in die
neueste Zeit ohne weitere Einmischung fremder Elemente, unter
Iiarten áuszeren Lebensbedingungen undselir schlechtenhygieni-
schen Verháltnissen, wenigstens nach heutigem Maszstabe zu
urteilen. Es ist, als ob sich eine kleine Auswahl, hauptsáchlich
aus der westlándischen Bevölkerung Norwegens, mit einem
kleinen Einschlag von irischen und schottischen Elementen auf
1) Læknablaðið 1922.