Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Blaðsíða 82
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1,0 cm höher als bei Bryn, was einer Erhöhnng des Gewichtes
um etwa 389 g entspricht, sodasz also die Differenz nur etwa
400 g betragt.
In meinen Bemerkungen iiber den Ernáhrungszustand der
Leute mit besonders lioliem Körpergewicht ist bei etwa % ange-
geben, dasz sie verháltnismászig korpulent sind, bei y3, dasz
sie stark entwickelte Muskeln haben. Einige der letzteren
waren trainierte Sportsleute. Stark entwickelte Muskeln fand
ich recht oft.
Bei 20 D á n e n fand ich 72,165 kg und 423 g pro 1 cm
Körpergrösze, also ein bedeutend gröszeres Durchschnittsge-
wicht als bei den Islándern, was auch nach Aussehen und
Ernáhrungszustand zu vermuten war. Wie hereits hervorge-
iioben, waren diese dánischen Marinesoldaten durchgángig
kráftige Leute, die meisten Jiiten. Demgegenuber fand S ö r e n
Hansen1) fiir das Durchschnittsgewicht von 20000 Kopenliage-
ner Wehrpflichtigen 61,230 kg. Ihr Alter war ungefáhr
21—22 Jahre, und die Ivörpergrösze betrug 169,9 cm. Das Ge-
wicht pro 1 cm Körpergrösze wiirde also ungefáhr 360 g sein.
Das Körpergewicht von Stádtern pflegt geringer zu sein als
das von Leuten, die in der freien Luft arbeiten, aber trotzdem
ist der Unterschied zwisclien dem Kopenhagener Durchschnitt
und dem von mir ermittelten auffallend grosz.
H. Daa fand ein ungewöhnlich liohes Ivörpergewicht im
Tromsö-Stift in Norwegen, und war der Ansiclit, dasz dies
möglicherweise im Zusammenhang mit dem kalten Klima
stánde. Ein starkes Fettpolster auf dem Körper wiirde diesen vor
Kálte schutzen. Ich glauhe jedocli nicht, dasz man darin zu-
gleich die Erklárung fur das hohe Köi-pergewicht der Islánder
suchen darf. Ich liabe wenigstens von den vielen Dánen, die
ich nackt gesehen habe, den Eindruck gewonnen, dasz diese
durchgángig eine stárkere Körperfiille aufweisen als fiir ge-
wöhnlich die Islánder. Auszerdem ist das islándische Klima
weit milder als das im Tromsö-Stift und im Winter nicht
1) Medctelelser om Danmarks Anthropologi I.