Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Side 101
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deutlichsten hervortretende Nebengipefel fállt auf 30,5. Der
Kurve bei Halfdan B r y n ist zweigipflig mit dem Haupt-
gipfel bei 29,0 und einem nur wenig niedrigeren bei 30,0,
auszerdcm einem kleinen Nebengipfel bei 31,0. Es sieht aus,
als ob die zwei Hauptgipfel in seiner Kurve bei mir zu einem
verschmolzen seien.
Die Variationsbreite der relativen Rumpflánge war
24,7—32,7, a = 1,140 ± 0,021, v = 3,87 ± 0,07.
f. Sitzhöhe.
Die Sitzböbe, die am ehesten als ein Ausdruck fiir die
Rumpfhöhe zu betrachten ist, ist ein verbáltnismászig unzu-
verlássiges Masz. Wenn man die Haltung nicht genau kontroi-
liert und dafiir Sorge trágt, dasz der Rumpf ordenthch ge-
streckt wird, was vielen körperlich arbeitenden recht schwer
fállt, so kann das Masz um mehrere Centimeter sinken. Auch
die Stellung des Kopfes bat bedeutenden Einflusz, besonders
bei Langschádeln. Icb babe, soweit wie möglich, versucht,
diesen Fehlerquellen zu entgehen, was mir bei den 660 Per-
sonen, die ich nackt gemessen habe, wohl auch gelungen ist. Ich
habe jedoch etwa 200 Personen mitberiicksichligt, die bei der
Messung die Kleider anbehielten, und was diese betrifft, so ist
die Kontrolle schwieriger. Die Dicke der Kleidung spielt kaum
eine wesentliche Rolle, aber bei wiederholten Messungen von
nackten und bekleideten Personen zeigte es sicli, dasz die Sitz-
höhe bei bekleideten dazu neigte, ein wenig zu sinken. Es ban-
delte sich jedoch um so geringe Unterschiede, dasz ich glaubte,
i>ackte und bekleidete Personen zusammenfassen zu können.
Die durchschnittliche Sitzhöhe bei 834 Per-
sonen im Alter von 20—40 Jahren betrug 91,57 ± 0,071 cm
oder 52,8% der Ivörpergrösze.
L. R i b b i n g fand bei 54 Islándern 91,2 cm (52,5%), zwi-
schen 83 und 99 cm variierend.
Halfdan Bryn fand bei Tröndern 91,55 cm oder
52,79%. Dies sind dieselben Werte wie bei mir. Bereclmet man
jedoch die relative Sitzhöhe nach dem Durchschnitt der Kör-
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