Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Síða 141
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jedoch keine ausreichende Erklárung, denn hei der Bezeichnung
des Sphyrions kann die Differenz schlechterdings niclit einen
ganzen Centim. betragen. Die Differenz heruht also wahrschein-
lichzumTeilauf etwas gröszererSphyrionhöhebei denlslándern.
Dies wird dadurch hestátigt, dasz ich bei einigen auffallend
hohen Werten fiir die Sphyrionhöhe die Beobaehtung gemacht
habe, dasz sich das Masz auch bei mehrmaliger Abnahme als
zuverlássig erwies. Es waren durcligehends Landbewohner odcr
Leute, die auf dem Lande aufgewachsen waren, die diesen
hohen Wert fiir die Sphyrionhöhe aufwiesen. Es ist wolil nicht
unwahrscheinhch, dasz die eigentumlichen islándischen Schuhe,
die keine Ledersohlen haben und aus dunnem ungegerbtem
Schafleder angefertigt sind, eine Einwirkung auf die Ent-
wicklung des Fuszes haben können. Das gewöhnliche Schuh-
werk wirkt ja wie eine stiitzende und sclmurende Bandage,
wáhrend die islandischen Schuhe dem Fusz fast völlig freien
Spielraum geben, als wenn man barfusz ginge. Möglicherweise
weisen auch die Islánder eine verháltnismászig geringere Ten-
denz zu Plattfusz auf als die Norweger, obwohl immerhin nicht
ganz wenige Islánder Anlage dazu zeigen.
Die absolute Höhe des Sphyrion nimmt langsam mit der
Körpergrösze zu, wáhrend die relative abnimmt. Hochgewach-
sene Personen haben also etwas niedrige Fiisze im Yerháltnis zu
ihrer Körpergrösze.
Höhe des Sphyrion bei verschiedener Körpergrösze.
Kurpergrösze Anzahl Gemessene Sphyrion- höhe % der Körpergrösze
156—160 5 6,96 4,44
161—165 42 7,29 4,44
166—170 142 7,29 4,33
171—175 221 7,46 4,31
176—180 157 7,56 4,25
181—185 66 7,66 4,19
186—193 15 7,81 4,17
Die Frequenzkurve ist mehrgipflig und sehr unregel-
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