Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Síða 157
145
brejte aufweisen, wáhrend die dánische Kurve sich ab-
weichend gestaltet und ihren Hauptgipfel bei 15,7 hat.
Ferner kann man beobachten, dasz dieser den wenig ausge-
sprochenen Nebengipfeln der schwedischen und islándischen
Kurve entspricht. Man hat den Eindruck, als könnte man die
Nationalitáten nach dem Aussehen der Frequenzkurve bestim-
men. Sicherlich beruht die Gestalt der Ivurven nicht auf Zufall.
Es liegen z. B. zwei Frequenzreihen fiir die Kopfbreite bei den
Dánen1) vor, deren Kurven ganz gleiche Gestalt zeigen. Im
Gegensatz zu diesen Ivurven ist die Kurve fiir Mörefylke2) in
Norwegen regelmászig und weist einen Hauptgipfel bei 15,2
auf, obwolil die Bewobner eine Mischung aus Kurzschádligen
(Söndmöre) und Langschádligen (Nordmöre) darstellen. Die
Kurve fur Nordmöre zeigt einen Nebengipfel bei 14,7 cm, der
durch die zahlreichen Langschádel hervorgerufen wird, wáh-
rend man in Söndmöre die Andeutung zu einem Nebengipfel
bei 15,7 bemerkt, der mit dem Hauptgipfel der dánischen
Kurve zusammenfállt. Es hat also den Anschein, als ob der
ausgeprágte Hauptgipfel bei 15,2, den die islándische, schwe-
dische und norwegische Kurve aufweisen, ein Summations-
phánomen darstellt.
3. Index cephalicus.
Nach den von mir ermittelten Werten fiir die Lánge und
Breite des Kopfes (19,73 und 15,4) wurde der d u r c h-
schnittliehe Index cephalicus 78,11 betragen.
Rechnet man nach den Individualmdices von 844 Personen
(20—40 Jahre), so ergibt sich 78,13 + 0,06.
Auszer diesen 844 Personen im Alter von 20—40 Jahren
liabe ich no'ch 182 Personen iiber 40 Jahre gemessen. Bei ihnen
betrug der durchschnittliche Index 78,11.
L. Ribbing fand bei 54 Islándern 78,1, d. h. praktisch
den gleichen Wert wie ich.
1) Sören Hansen: Om hovedets störrelse hos voxne mænd og
kvinder. — Derselbe: Om hovedets hreddeindex hos Danske. Meddel. I.
2) Halfdan Bryn: Mörefylkes Antropologi S. 58.
1!)