Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Side 162
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Nebengipfel ist bei 82 zu beobacbten. Dies,e Kurve weist nicht
wenig gemeinsame Ziige mit der Kurve des Tröndelag auf,
die icb in Fig'. 41, II, nach Halfdan Bryn gebe. Der Hauptgipfel
im Tröndelag' liegt allerdings bei 78 statt bei 77, und der
Nebengipfel, der bei mir auf 79 fiel, ist liier auf 81 geruckt,
der bei 75 auf 76. Die Gipfel in der norwegischen Kurve sind
um eine Einheit aufwarts geriickt, im úbrigen aber ist das
Geprage der Kurven áhnlich.
Halfdan Biyn fand, dasz die Gestalt der Kurve in den ein-
zelnen norwegiscben Bezirken verháltnismászig gleicbbleibend
ist und dasz man in der Regel eine áhnliche Ivurve wie im
Tröndelag findet, mit einem Hauptgipfel bei 78 und zwei
minder hohen Nebengipfeln bei 76 und 81 oder in der Náhe
von 81. Entsprechende Gipfel weist auch die islándische Kuiwe
auf, jedoch sind die beiden Nebengipfel bei der Hauptkurve
nur wenig ausgesprochen, wábrend sie in der Kurve fiir die
Hochgewachsenen klar hervortreten. Es sind also die Gro-
szen, die den Charakter der Kurve fíir das gesamte Material
úberwiegend bestimmen. Sie geben ihr den Hauptgipfel bei
77 und zugleich den gröszten Beitrag zu zwei oder drei Neben-
gipfeln.
Meiner Ansicht nach musz man Halfdan Bryn recht geben,
wenn er sagt, dasz die Form der Kurve nicht auf Zufall beruhen
kann. Das schwedische Material (mehr als 40000 Messungen)
wáre wohl umfangreich genug gewesen, um eine typische
Frequenzkurve zu ergeben, aber in Wirklicbkeit wird die
Kurve schief und zwar gerade in der gleichen Weiqe wíe
meine Kurve fiir die Islánder, und man wúrde sicher wieder
cine schiefe Kurve erlialten, wenn man in beiden Lándern
von neuem messen wiirde. Halfdan Bryn will die Nebengipfcl
der Ivurve und ibre Gestalt dadurch erkláren, dasz die Bevöl-
kerung eine Mischung aus 2—3 Grundtypen oder Rassen dar-
stelle, von denen die eine (die nordische Rasse) ihren Gipfel
bei 77 habe, die andere bei 83. Durch Miscbung dieser beiden
Typen wúrden die Brachycepbalen einen Nebengipfel der