Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Side 163
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Hauptkurve bei ca 81 hervorrufen1). Es besteht wobl kein
Zweifel, dasz die Rassenmischung die Kurve in ihren Hauptzii-
gen bestimmt, die Lage des Hauptgipfels und das mehrodermin-
der ausgeprágte Auftreten von Nebengipfeln,unddaszesinerster
Linie die Rassenmischung ist, die hewirkt, dasz die Dánen ihren
Ilauptgipfel bei 79, die Trönder bei 78 und Schweden und Is-
iánder bei 77 haben. Die náheren Einzelheiten dieser Rassen-
mischung jedoch, die nach G. Frets durch recht komplizierte
Vererhung entsteht2), sind nicht leiclit zu entwirren. Nach mei-
nen Kurven zu urteilen scheint auch die Körpergrösze eine
Rolle zu spielen, die ja allerding's ehenfalls ein Ausdruck fiir
die Rassenmischung ist, ehenso wie der Index cephalicus.
4. Ohrhöhe des Kopfes.
Die Ohrhöhe des Kopfes ist nach meiner Erfahrung von allen
Maszen am schwierigsten abzunehmen. Es ist mir möglicher-
weise nicht gelungen, sie genau zu messen, weshalb ich von
meiner Meszmethode Reclienschaft geben musz.
Den Tragionpunkt habe ich da angenommen, wo der oberste
Rand des Tragus mit sulcus auris anterior, der Furche zwischen
Tragus und Helix, zusammenstöszt. Soweit ich sehen konnte,
bestimmte Halfdan Bryn den Punkt auf gleiche Weise, die
auch mit R. Martins deutlichen Bildern (Lehrbuch S. 128 ff.)
iihereinstimmt.
Im Anfang masz ich mit dem Stangenzirkel und der „Ohr-
höhenadel“ nacli R. Martins Vorschriften. Trotz aller Umsicht
zeigte es sich bei wiederholten Messungen derselben Person,
dasz man nicht unwesentlich voneinander ahweichende Resul-
late erhalten konnte. Versuche mit der Methode von Hrdlickas
fielen ebenfalls nicht glúcklich aus. Das Masz ist sehr von der
Haltung des Ivopfes abhángig, und es ist nicht ganz leicht, diese
zu heobachten, wáhrend man das Masz mit dem Stangenzirkel
1) Vgl. Halfdan Bryn: Tröndelagens anthropologi S. 71 und Möre-
fylkes anthropologi S. 66.
2) G. P. Frets: Heredity of the cephalic index,