Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Síða 167
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Die auffallende Unregelmászigkeit, wenn man die Kurve
jnit Gruppen zu je 1 nnn zeichnet, ist vielleicht als ein Aus-
druck fur die Ungenauigkeit des Maszes aufzufassen. Wenn
ein Unterschied in der Entwicklung und Stellung des Tragus
bei den verschiedenen Volkstypen bestánde, so wúrde dieser
einen Einflusz haben, und um die Ergebnisse verschiedener
Forscher mit einander vergleichen zu können, musz man un-
bedingt die Mesztechnik genau kennen.
5. Lángenhöhen-Index des Kopfes.
Der d u r c h s c h n i 111 i c h e Lángenhöhe n-I n d e x
hei 828 Personen im Alter von 20—40 Jahren hetrug 63,91 +
0,067.
Bei 214 Personen iiber 40 Jahre fand ich durchsdinittlich
63,49 und fúr mein gesamtes Material von 1042 Personen úber
20 Jahre 63,81.
Halfdan Bryn fand bei 500 Personen im Tröndelag 68,21).
Die bedeutende Diffei’enz zwischen diesem Wert und meinem
ist eine Folge der gröszeren Ohrliöhe des Kopfes und zugleich
der geringeren Kopflánge bei den Tröndern.
Bei 19 D á n e n fand ich 65,34. Es besteht also, bei genau
der gleichen Mesztechnik, ein bedeutender Unterschied zwischen
Islándern und Dánen, der auf der verschiedenen Kopflánge
heruht.
Nach R. M a r t i n betrágt der Index bei Letten 60,3, Weisz-
russen 60,4, Schweizern (Safiental) 61,4, Chinesen 65,5,
(Siidcliinesen 68,5), Armeniern 69,4, Kurden 70,1, Rumánen
70,1 und Eskimos 73,5. Der Index ist, ebenso wie die Ohrhöhe
des Kopfes, als ziemlich gering bei den Islándern anzusehen.
Wenn man Personen mit dem Index 57,9 oder darunter als
chamaecephali rechnet, solche mit 58—62,9 als ortliocephali
und darúber als hypsicephali, so erhált man:
1) Wenn man mit einer Kopfliinge von 19,54 (Tröndelagens An-
thropologi S. 55) rechnet, erhiilt man den Indexwert 67,0.
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