Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Side 178
166
aber scheint doch mit zunehmender Körpergrösze ein wenig
abzunehmen.
Die F r e q u e n z k u r v e ist eingipflig, ziemlich unregel-
mászig und weist einen Hauptgipfel bei 74,5 auf, der 12,6%
des Materials umfaszt. Minder liolie Nebengipfel finden sicli
hei 70,5 (7,5%) und 76,5 (9,1%).
12. Morphologische Gesichtshöhe.
Obgleich dieses Masz verháltnismászig leicht abzunehmen
ist, so ist es doch mit einer ReihevonSchwierigkeitenverhunden.
Ich habe stets das Nasion mit dem Dermographen oder Blei-
stift an der Stelle bezeichnet, wo ich mit der Fingerspitze
oder dem Fingernagel eine kleine Einkei*bung' oder Uneben-
heit an der Stelle der Sutur spiirte. tíher die Fettbil-
dung' am Kinn habe ich bereits gesprochen (physiogno-
mische Gesichtslánge). Dás dritte Moment sind die Záhne.
Diese sind oft so defekt, dasz das Masz dadurcli ein wenig ge-
ringer ausfállt. Ich liabe in diesem Falle versucht, den Mund
nicht ganz fest sclilieszen zu lassen, und zwar so, dasz der
Ausdruck des Gesichts so naturlich wie möglieh ist, oder ich
liabe das Masz iiherhaupt ganz ausfallen lassen, wenn Záhne
und Alveolen sehr defekt waren. Nicht ganz wenige Personen
hatten kúnstliche Zálme. Ich hahe diesen Faktor nicht berúck-
sichtigt, wenn es mir schien, dasz der Gesichtsausxlruck ganz
natiirlich war und die Záhne gut paszten; andenifalls habe ich
das Masz nicht abgenommen.
Die m o r p h o I o g i s c h e G e s i c h t s h ö h e betrug' hei
839 Personen im Alter von 20—40 Jaliren 13,01 cm und 7,5%
der Körpergrösze.
Bei 232 Personen im Alter von 20—22 Jahren betrug sie
12,87 cnx.
L. R i b b i n g fand hei 54 Islándern 12,27 cm, also einen
hedeutend niedrigeren Wert als der, den ich fúr Personen im
Alter von 20—22 Jahren fand. Dieser niedi’ige Dui’chschnitls-
wert Ribhings scheint mir fraglich.