Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Síða 182
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ireten, als dasz man aus den fiir sie vorliegenden Werten wei-
tere Schliisse ziehen könnte. Dagegen ist der Unterschied
zwischen Islandern und Tröndern auffallend grosz. Wenn es
die leptoprosopi sind, die die Trönder charakterisieren, so
kann man wohl sagen, dasz die liyperleptoprosopi die Islán-
der charakterisieren. Ich zweifle jedoch sehr daran, dasz man
von den Islándern den Eindruck hat, dasz sie „lánger im Ge-
sicht“ wáren als die Norweger, die ja ein verháltnismászig
sehr langes und sclnnales Gesicht aufweisen. Es ist auch nicht
ganz leicht, einen
Lángenunterschied
von 3—4 mm in den
Gesichtern zu selien,
wo so viele Mo-
mente in der Form
Fig. 50. Frequenzkurve fiir den morpholo- sichgeltendmachen.
gischen Gesichtsindex. (Klassenzahlen = j^jn solc]ler Unter-
Klassenmittel).
schied genúgt je-
doch, um einen groszen Teil von leptoprosopi in die Klasse der
hyperleptoprosopi riicken zu lassen.
Die Frequenzkurve (Fig. 50) ist sehr unregelmászig
und weist einen Hauptgipfel hei 92,5 auf, der 8,2% des ge-
samten Materials umfaszt. Es finden sicli auszerdem 6 Neben-
gipfel, von denen einer bci 90,5 (7,6%) liegt, ein anderer bei
95,5 (7,4%>)- Die anderen Nebengipfel sind niedriger. Alle
diese Gijtfel wiederholen sich ungefáhr genau in den beiden
Kurven fiir die im ersten Jahre Gemessenen und fúr die, die
ein paar Jahre spáter gemessen wurden, sodasz man sie nicht
fiir zufállig halten kann. Es besteht ein gewisser Unterschied
in den Kurven fiir Grosze und Kleine.
Die norwegische Kurve1) weist ebenfalls 7—8 Gipfel auf,
ebenso wie die meinige, ist jedocli eher noch unregelmásziger.
Der höchste Gipfel findet sich bei 93,5 (10%), der zweithöch-
ste bei 91,5 (9%).
1) Anthropol. nidaros. S. 100.