Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Page 193
181
wenige Individuen einen auffallend niedrigen Wert dafiir
aufweisen. Soweit ich sehen konnte, besteht in Bezug auf die-
ses Masz kein wesentlicher Unterschied zwischen Groszen und
Kleinen.
Der Index nasalis anter o-p o s t e r i o r nimmt mit
zunehmender Körpergrösze ein wenig ab.
21. Form der Nase.
Ich habe in die meisten meiner Meszblátter ein paar Noti-
zen iiber die áuszere Form der Nase aufgenommen, soweit
dies nicht aus den behandelten Maszen und Indexwerten her-
vorgeht. Die wichtigsten Punkte sind: Höhe oder Tiefe der
Nasenwurzel, die Kontur des Nasenriickens und die Neigung
der Lochfláche (Basis).
Es ist nicht ganz leicht, diese Formelemente mit Sicherheit
zu beurteilen, da man unendlich viele Úbergangsformen fin-
det. Das Ganze ist eine Art Ansichtssache. Ich bin daher der
Meinung, dasz man die Ergebnisse verschiedener Forscher nur
in groszen Ziigen vergleichen kann, die jedoch immerhin ihre
Bedeutung hahen können.
Die Nasenwurzel habe ich h o c h genannt, wenn die
Kontur der Stirn und der Nase fast unmerklich oder nur mit
einer geringen Einsenkung in der Náhe des Nasion ineinander
úbergehen. Die Kontur wird dahei nach der Profillinie der
Weichteile beurteilt, ohne Rucksicht auf die darunter liegenden
Knochen. Als mászig hoch bezeichne ich die Nasenwurzcl,
wenn eine ausgesprochene, aber gleichwolil verháltnismászig
geringe Senkung beim Nasion besteht. F1 a c h nenne ich sie,
wenn die Einsenkung ziemlich tief ist, wobei gleichzeitig der
ganze Naserirúcken flach und konkav zu sein pflegt, wáhrend
die Basis aufwárts gerichtet ist.
Das Profil des Nasenrúckens bezeichne ich als g e r a d e,
wenn er entweder streng genommen geradlinig ist oder nur
ganz unbedeutend von der geradlinigen Richtung abweicht, als
w e 11 i g, wenn der Gesamteindruck der einer geraden Linie
ist, jedocli mit einer kleinen Erhöliung an der Stelle, wo Knor-