Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Side 212
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23): 85% waren blond und 15% dunkel. Icli habe dcn be-
stimmten Eindruck, dasz diese Leute eine bedeutend hellere
Haarfarbe aufwiesen als die meisten Leute in Dánemark. Es
kommt mir so vor, als ob die dánisclie Haarfarbe ctwa die
gleiche ist wie auf Island.
Zwiscben den islándisclien Landesteilen besteht kein
groszer Unterschied. Das Siidland ist immerhm deutlich am
])el!sten, wáhrend die anderen Landesteile ungefáhr denselben
Farbenindex aufweisen, obwobl ein gewisser Unterscbied in
der prozentualen Anzahl von Blonden und Dunklen besteht.
Was die einzelnen Distrikte betrifft, so ist der Index
am niedrigsten in Reykjavík und der Austur-Skaftafells-
sýsla, die sich in dieser Hinsicht enger an das Sudland
als an das Ostland anschlieszt, und am höchsten in
der Dalasýsla und der Norður-pingeyjarsýsla. Im úbrigen
variiert der Index von einem Bezii’k zum anderen recht unre-
gelmászig, vielleicht eine Folge der Zalil der Messungen, die
allzu gering ist, als dasz man nxit genúgender Siclierlieit auf
die wirklichen Verháltnisse in den meisten Distrikten sclilic-
szen könnte. Immerhin diirften meine Feststelhxngen einen
Fingerzeig fiir kiinftige Untersuchungen bieten. Zwei Punkte
sind in diesem Zusammenhang vielleiclil besonders beachtens-
wert: das Siidland weist durchgehends die hellste Haarfarbe
auf, dagegen Dalasýsla, wo die meisten Kolonisten aus Irland,
Schottland und den Hebriden sicli ansiedelten, die dunkelste.
Man sollte glauben, dasz ein Teil der alten Iren und Schotten
noch heutzutage dort sásze.
Iclx liabe bereits friiher hervorgehoben, dasz die Haarfai'be
nach meinen Untersuchungen, verglichen mit den Verháltnis-
sen bei Leuten irn Rekrutenalter in anderen Lándern, in Wirk-
lichkeit etwas zu dunkel ist. Zu den bereits oben angefúhrten
Monxenten kommt noch hinzu, dasz die Farbenbestimmung
im Winter voi’genommen wurde, und die Sonnenstrahlen im
Sommer bleichend wirken. Die Reinlialtung des Haai’es wirkt
ebenfalls bleichend, aber bei nicht ganz wenigen der von mir
gemessenen Persoixen war sie weniger gut, besonders bei Seeleu-