Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Blaðsíða 220
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als blau zu rechnen, was auch andere ohne genauere Unter-
suchung mit der Lupe getan haben wiirden. Man erhált dann:
1920—21
Blaue Augen 72,1%
Meliertc Augen 22,5—
Braune Augen 5,4—
1922—24 1920—23
75,8% 73,7%
21,1— 21,9—
3,1— 4,4—
Der Unterschied zwischen den beiden Jahren ist nicht grö-
szer, als man auch hei Benutzung der gleichen Skala in beiden
Jahren hátte erwarten können. Ich glaube daher, dasz man
herechtigt ist, die zwei Jahre zusammenzufassen, um zur Be-
stimmung der Augenfarbe in den einzelnen Distrikten gröszere
Werte zu erhalten. Man musz dabei nur berucksichtigen, dasz
man auf diese Weise etwas mehr blaue und etwas weniger
melierte Augen erhált, als man nach dem von mir im zweiten
Jahr angewendeten Yerfahren erhalten hátte.
3. Die Augenfarbe nach Distrikten und Landesteilen
1920—1923.
Obgleich mein gesamtes Material 1093 Personen umfaszt, so
ist dies natiirlich eine viel zu geringe Anzahl, um die Augen-
f'arbe in den einzelnen Distrikten mit einiger Sicherheit be-
stimmen zu können. Kúnftige Beobachtungen mússen zeigen,
wieweit meine Untersuchungen das Richtige treffen. Was die
gröszeren Landesteile betrifft, so sind meine Zahlen allerdings
so hoch, dasz sie wohl den wirklichen Verháltnissen einiger-
maszen entsprechen diirften, jedocii mit Ausnahme des Ost-
landes, aus dem nur 68 Individuen stammten.
Die Tabelle auf Seite 209 zeigt deutlicli, dasz zwisclien den
Landesteilen kein groszer Unterschied besteht. Ob man nun
die prozentuale Anzahl der blauen Augen oder den Farben-
index betrachtet, auf jeden Fall zeigt es sich, dasz das Siidland
die hellsten Augen aufweist, das Westland etwas dunklere, das
Nordland und Ostland die dunkelsten. Zu dem gleichen Ergeb-