Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Blaðsíða 227
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grösze in den nordischen Lándern stándig zunimmt, und wer-
den nicht alle Bewohner der Nordlánder zuletzt gleich grosz?
Ich fiihre hier ein paar Werte nach E. Ph. Mackeprang1) und
der Rekrutierungsstatistik der einzelnen Lánder an:
Dánen Norweger Schweden
1852- -56 165,4 1855—59 168,6 1841- -45 167,3
1890- -1900 168,4 1893 169,8 1887- -94 169,5
1904- -05 169,1 1903 170,2 1897- -98 170,9
1924 169,5 1921 171,6 1916- -20 171,7
Die Tabelle zeigt, dasz die Iíörpergrösze der Norweger und
Schweden zur gleichen Zeit immer áhnlich gewesen ist, da-
gegen die der Dánen etwas geringer. Die Ivörpergrösze der Be-
völkerung der Nordlánder wird durch den Öresund in zwei
Gruppen gespalten, und in Bezug auf die Körpergrösze musz
man die Islánder zu den Norwegern und Schweden stellen.
Neben anderen Merkmalen ist es die Körpergrösze, die darauf
hinweist, dasz die Islánder vorwiegend noi’discher Rasse sind.
Es ist wahrscheinlich, dasz der Wert fiir die Körpergrösze
der Islánder in den letzten Jahrzehnten, ehenso wie in anderen
Lándern, etwas gestiegen ist, denn die áuszeren Lebensver-
liáltnisse haben sich wesentlich gebessert. Gleichwolil habe ich
die Beobachtung gemacht, dasz alte Leute fast ebenso grosz
sind wie junge.
Dies ist nicht so zu verstehen, dasz der hohe Wert fiir die
Körpergrösze der Islánder auf besonders gute und gesunde
Lebensbedingungen, nach dem Maszstab der Hygiene, zuruck-
zufúhren sei. Die Islánder haben stets unter bescheidenen
Lehensbedingungen und in ármlichen Wohnungen gelebt, und
zum groszen Teil ist dies noch heute der Fall.
Es kommt auch nicht in Frage, dasz die Körpergrösze durch
Rassenmischung und Luxurieren wesentlich zugenommen habe.
Eine Rassenmischung hat bis in die júngste Zeit nicht stattge-
funden, und dann auch nur in sehr geringem Masze. Man kann
auch nicht bemerken, dasz die Ivörpergrösze einen schádlichen
1) Meddel. om Danmarks Anthropologi I, S. 44,